So können Sie mitmachen!

„Schultheiss“ Bebauungsplan liegt (erneut) aus

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan 1-43VE für die Grundstücke der Perleberger Straße 42, Turmstraße 25-26 und Stromstraße 11-17 im Bezirk Mitte, Ortsteil Moabit (Schultheissgelände), liegt in der Zeit vom 16. Mai 2011 bis einschließlich 27. Mai 2011 erneut öffentlich aus.

Im Rahmen dieser erneuten öffentlichen Auslegung findet eine öffentliche Informationsveranstaltung zu den beabsichtigten Änderungen gegenüber der letzten Änderung statt am
Montag, 23. Mai 2011 um 19:30 Uhr,
Rathaus Tiergarten, ehemaliger BVV-Saal (1. Etage) Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin

Die Unterlagen zum Bebauungsplanentwurf  sind während der Auslegungszeit auf der Website des Bezirksamts zur Bauleitplanung verlinkt, bereit stehen dort Presseanzeige (PDF, 0,5 MB), Vorhabenbezogener Bebauungsplan 1-43VE (PDF, 1,8 MB), Begründung 1-43VE (PDF, 0,64 MB) und eine Visualisierung der Projektplanung 1-43VE (PDF, 3,1 MB).

Ausgelegt sind die Unterlagen in Papierform noch bis zum 27. Mai 2011 während der Dienststunden Montag bis Mittwoch von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr, Donnerstag von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr und Freitag von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung auch außerhalb der Sprechzeiten beim Bezirksamt Mitte von Berlin, Abt. Stadtentwicklung, Amt für Planen und Genehmigen, Fachbereich Stadtplanung, Müllerstr. 146/147 (Altbau), 13353 Berlin, 1.Etage, Zimmer 169, Telefon 9018- 45873.

Sie können Ihre Stellungnahme zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan 1-43VE (nur zu den Änderungen können Stellungnahmen abgegeben werden) während der oben genannten Auslegungszeit formlos postalisch an die angegebene Adresse oder über dieses Onlineformular des Bezirksamts abgeben.

Am 25. Mai 2011 wird sich der Stadtentwicklungsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung erneut mit der Schultheiss-Planung befassen. In dieser Sitzung wird in einem weiteren Tagesordnungspunkt ebenfalls Planungen zum Hertie Gelände vorgestellt werden. Link zu Tagesordnung hier. Der Stadtentwicklungsausschuss findet im Otto-Suhr-Saal, dem BVV-Saal im Neuen Stadthaus, Parochialstraße 3, 10179 Berlin statt. Sitzungsbeginn ist um 17:30 Uhr, jedoch stehen zunächst 2 nicht-öffentliche Punkte auf der Tagesordnung. Geschätzter Beginn der zu den genannten Themen ab ca 18:30 Uhr (siehe Kommentar 84). Hier das Protokoll vom 25.5. im Informationssystem der BVV Mitte, auch das Protokoll vom 22.6.11 und vom 31.8.11.

Der Artikel zur Informationsveranstaltung Schultheiss vom März 2011 mit Links zu Einwendungen von einzelnen Bürgern bei der ersten Offenlegung des B-Plans ist hier zu finden.

Herr Nake hat eine Zusammenstellung erarbeitet über die Änderungen zum B-Plan sowie seine Kritik daran, die hier herunterzuladen ist.

Nachtrag:
Hier ein neuer Artikel, der Beiträge eines Eigentümers aus der Lübecker Straße, von Mietern, Einwändungen von Bürgern, sowie die Stellungnahme der Stadtteilvertretung Turmstraße dokumentiert.

 


Ursprünglicher Artikel vom 07.02.2011

Mitte 2006 beantragte die „Stromstraße 11-17 GmbH & Co. Entwicklungs KG“ der „HLG Projektmanagement“ aus Münster beim Bezirksamtsamt Mitte die Aufstellung eines Vorhabenbezogenen Bebauungs­planes, der die rechtlichen Grundlagen schaffen soll, auf dem Areal der ehemaligen Schultheiss-Brauerei an der Stromstraße zwischen Turm- und Perleberger Straße ein Einkaufszentrum mit ergänzenden Nutzungen zu errichten. Mehrere der alten Gebäude, auch unter Denkmalschutz stehende, sollten hierfür abgerissen werden. Seit Bekanntwerden der Planungen Ende 2006 wurde das Projekt in Politik kontrovers diskutiert. Partner der HLG zur Finanzierung des Vorhabens ist die IKB Bank. Beide haben u.a. auch das Einkaufszentrum am „Tempelhofer Hafen“ betrieben. Die beiden Gesellschaften stellten beim Turmstraßenfest 2007 gemeinsam ihre Pläne für das Schultheiss-Areal erstmals der breiten Öffentlichkeit vor. Als vorgesehene „Ankermieter“ wurden Kaufland und C&A genannt.

Lange wurde zwischen den Projektentwicklern, Bezirksamt und Landesdenkmalamt um den Erhalt bestimmter unter Denkmalschutz stehender Gebäude gestritten, die u.a. wegen eines vorgesehenen Parkhauses abgerissen werden sollte. Durch das ursprüngliche Konzept der HLG würden mehr als 50 Prozent der gewachsenen Strukturen verloren gehen, kritisierten die Denkmalschützer. Schließlich stellte ein weiterer interessierter Investor 2007 vor dem BVV Stadtentwicklungsausschuss eine alternative Planung vor, die weitaus behutsamer mit dem Denkmalschutz umging und auch eine geringere Bebauungsdichte vorsah. Doch mitten in die Vorstellung der Pläne platzte die Nachricht, dass die HLG Projektmanagement ihre Kaufoption genutzt, das Grundstück der ehemaligen Schultheiss-Brauerei gekauft und damit den Konkurrenten ausgebootet hatte. Im April 2008 schließlich fand die sogenannte „frühzeitige Bürgerbeteiligung“ zum Entwurf des Bebauungsplans für das Vorhaben statt.

Im September 2008 einigten sich Denkmalschützer und Bezirk mit der HLG auf einen Kompromiss. Die meisten der Denkmal geschützten Gebäude bleiben erhalten, allerdings soll eins der den Denkmalschützern am Herzen liegenden Gebäude doch abgerissen. Dafür verzichtete die HLG auf die Überdachung der alten Ladestraße. Und ein Teil der vorgesehen Parkplätze wird in eine Tiefgarage unter einem Neubau an der Turmstraße verlagert. Schon für das Frühjahr 2009 hatte HLG Geschäftsführer Christian Diesen den Beginn der Baumaßnahmen angekündigt. Doch in die hochfliegenden Pläne platzte nicht zuletzt die Finanzkrise, denn die IKB Bank war die erste deutsche Bank, die aufgrund der Finanzkrise ins Straucheln geriet. Und so war dann auch lange nichts konkretes mehr über das Vorhaben zu hören, die Auslegung des Bebauungsplans wurde hinausgeschoben, weil der Investor noch keinen neuen realistischen Zeitpunkt für den Beginn der Um- und Neubauvorhaben absehen konnte, erklärte Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe noch im Sommer letzten Jahres.

Doch jetzt ist es soweit: Vom 7.2. bis 7.3.2011 liegt der neue Entwurf des Vorhabenbezogenen Bebau­ungs­planes 1-43VE für die Grundstücke der Perleberger Straße 42, Turmstraße 25-26 und Stromstraße 11-17 im Bezirk Mitte, Ortsteil Moabit (Schultheissgelände) gemäß § 3 Abs. 2 BauGB öffentlich aus. Folgende Unterlagen sind auf den Seiten des Stadtplanungsamts verlinkt:

Presseanzeige

Vorhabenbezogener Bebauungsplan 1-43VE

Projektplan 1-43VE

Begründung 1-43VE

Wer sich dafür interessiert, welche Stellungnahmen zum Vorhaben die „Behördenbeteiligung“ ergeben hat, kann das Dokument, dass im Januar die Bezirksverordneten dazu erhielten, hier herunterladen.

Sie können Ihre Stellungnahme zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan 1-43VE während der oben genannten Auslegungszeit formlos postalisch an die rechts unter Kontakt angegebene Adresse oder über dieses Onlineformular des Bezirksamts Mitte abgeben.

Wer die Unterlagen beim Stadtplanungsamt einsehen und bei Mitarbeitern nachfragen will, kann dies natürlich auch tun. Der B-Plan Entwurf  wird Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 14 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung im Bezirksamt Mitte von Berlin, Abteilung Stadtentwicklung, Amt für Planen und Genehmigen – Fachbereich Stadtplanung -, Zimmer 169, 1. Etage, Müllerstraße 146/147 (Altbau), 13353 Berlin, Telefon: 9018 45873, bereitgehalten.

Verschiedene bei stadt.plan.moabit bzw. stadt.plan.mitte veröffentlichte Artikel sind hier dokumentiert.

Nachtrag vom 22.2.2011:
Aufgrund der Kritik zur Auslegung des B-Plans nur beim Stadtplanungsamt im Rathaus Wedding hat das Bezirksamt zusätzlich den Plan im Bürgeramt vom Rathaus Tiergarten ausgehangen. Dort ist auch ein extra erstellter A3-Flyer erhältlich, den MoabitOnline hier zum Download bereitstellt.

Nachtrag vom 14.3.2011:
Heute Abend wurde bei der Veranstaltung des Aktiven Stadtzentrums Turmstraße zur Neuwahl der Stadtteilvertretung Turmstraße bekannt gegeben, dass nunmehr am 29. März, 18 Uhr (vormals 19 Uhr) eine Informationsveranstaltung im BVV-Saal des Rathauses Tiergarten, Mathilde-Jacob-Platz 1, zu den Planungen auf dem Schultheiss-Areal stattfinden wird.

Artikel der SPD Alt-Moabit zur B-Planauslegung Schultheiss.

Der Artikel zur Informationsveranstaltung Schultheiss vom März 2011 mit Links zu Einwendungen von einzelnen Bürgern ist hier zu finden.

Stellungnahmen von Bürger/innen aus der Lübecker Straße und von der Stadtteilvertretung Turmstraße vom Mai 2011 sind in dieser Dokumentation zu finden.

Nachtrag vom 15.6.2011:
Am Mittwoch, 22. Juni 2011 steht der Bebauungsplanentwurf für das “Schultheissgelände” auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Sanieren, Bauen und Bebauungspläne (TOP Ö7.2), einen Tag später, am 23. Juni 2011 ist der Plan dann zur Beschlussfassung durch die Bezirksverordnetenversammlung Mitte auf die Tagesordnung der BVV gesetzt (TOP Ö9.5). Dort sind unter dem Link auf die Drucksache 2163/III auch alle Unterlagen zum Bebauungsplan verlinkt, darunter auch der Durchführungsvertrag zum B-Plan (Anlage 9).

Nachtrag vom 15.7.2011:
Die Entscheidung ist auf Herbst vertagt, hier der Artikel in der Berliner Woche vom 29.6.11: Eine Parkebene weniger.

Nachtrag vom 23.9.2011:
Die BVV hat am 15. September dem B-Plan zugestimmt. Artikel in der Berliner Woche vom 21.9.2011.

 

weitere Nachträge:

Artikel in der Berliner Zeitung vom 26.9.2011 und einige Fragen von Knuth Pankrath zu diesem Artikel. Die Immobilien-Zeitung berichtet über Baubeginn im 3. Quartal 2012 und Eröffnung im Herbst 2014. Eine ausführlichere Version dieses Artikels, die auch das Hertie-Gelände mit betrachtet, ist hier zu finden.

Der Tagesspiegel berichtet: im Nov. 2011  Das Schultheiss-Areal darf bebaut werden und im März 2012 unter „100-Millionen-Euro-Projekt“ die neuesten Entscheidungen der BVV und weitere Zeitverzögerung. Geplanter Baubeginn jetzt Frühjahr 2013, statt Herbst 2012, Fertigstellung Ende 2014 geplant. Der Bauantrag muss erst noch gestellt werden. Das Mieterecho hat in seiner Mai-Ausgabe ebenfalls berichtet (auch wenn einzelne im Artikel erwähnten Details nicht mehr stimmen).

Nachtrag vom 22.05.2012:
Nach noch erfolgten Änderungen der Begründung des B-Planes im Rahmen der Rechtsprüfung wurde der Bebauungsplan 1-43VE laut Veröffentlichung im Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 11/2012 vom 19.05.2012, Seite 135 jetzt rechtskräftig festgesetzt.

 

Festgesetzter Bebauungsplan 1-43VE
mit zusätzlichen nachgetragenen Infos zum Durchführungsvertrag

  • Festgelegter Vorhabenbezogener Bebauungsplan 1-43VE vom 8.5.2012, in Kraft getreten am 20.5.2012
  • Durchführungsvertrag vom 7.6.2011 als Anlage 9 der Drucksache 2163/III über Umweg im Informationssystem des Bezirks Mitte downloadbar
  • 1. Ergänzung zum Durchführungsvertrag vom 2.9.2011 als Anlage 10 der Drucksache 2163/III über Umweg im Informationssystem des Bezirks Mitte downloadbar
  • 2. Ergänzung zum Durchführungsvertrag vom 13.9.2013 nach Investorenwechsel und veränderter Planungskonkretisierung ohne Abänderung des B-Plans 1-43VE, als Information an die BVV Mitte im Juni/Juli 2014
 

Bei einer Veranstaltung am 14.05.2012 in der Moabiter Markthalle hatte HLG Geschäftsführer Diesen den Beginn der Baumaßnahme des Schultheiss-Areals für das Frühjahr 2013 angekündigt.

Nachträge 2013:
In der ecke turmstraße von Februar 2013 wird auf Seite 4 berichtet, dass die HLG mittlerweile Geschäftsanteile des Schultheiss-Areals verkauft hat, was möglicherweise zu Umplanungen führen könnte. Außerdem hat der Bezirk ein Gutachten in Auftrag gegeben, welche gewerblichen Nutzungen an der Turmstraße fehlen. Schließlich möchte die MIB AG auf den freien Flächen bei Hertie gegenüber auch neu bauen, hat aber einen Ablehungsbescheid erhalten.
Zu diesem Thema gibt es auch eine Dringlichkeitsanfrage (Drs. 0718/IV)  in der morgigen BVV.

Der neue Investor ist Dr. Harald Huth mit seiner HGHI (High Gain House Investments GmbH), und der neue Name für das Projekt auf dem Schultheiss-Gelände ist “Shoppingquartier Berlin Mitte” (noch mit dem Vermerk “coming soon” versehen).  Danke für die Info, Vilmos (Kommentar Nr. 232)! Im Stadtentwicklungsausschuss am 27. Februar sollen die Pläne (evtl. unter Ausschluss der Öffentlichkeit) vorgestellt werden (s. Kommentar Nr. 231).

Artikel vom 28.1.2013 in der Berliner Woche über die Planänderungen.

Im März 2013 wurde die Kleine Anfrage (0461/IV) „Schultheiss – Was die Bürger wissen wollen“ vom Bezirksamt beantwortet (s. Kommentar Nr. 244 / 245). Fazit (O-Ton): „Einen neuen B-Plan brauchen wir nicht, wir regeln alles im Rahmen des Genehmigungsverfahrens und halten uns an die Gesetzte, teilweise sind wir ja auch gar nicht zuständig!“

Die Berliner Woche stellt fest, es gibt keine neuen Informationen vom Investor, derzeit werde die Bauvoranfrage geprüft.

In der Immobilien-Zeitung wird vom Verkauf an HGHI (s.o.) im Dezember berichtet, es heißt, dass die Pläne der HLG im Wesentlichen bestehen bleiben:  „… Der vorhandene und bereits festgesetzte Bebauungsplan für das Shoppingcenter werde grundsätzlich umgesetzt, teilt HGHI mit. Die Planung für das Einkaufszentrum werde allerding modifiziert, sodass rund 120 Läden mit ca. 30.000 qm Retailfläche entstehen. Die ursprüngliche Planung für das Einkaufszentrum sah 65 Geschäfte auf zusammen 20.000 qm Centerfläche vor. Im Frühjahr oder Sommer 2014 soll der Baubeginn sein.“

Ein weiteres Immobilien-Portal über HGHI und deren Pläne. Dazu ein Kommentar der B.I. Silberahorn.

Nichts genaues weiß man nicht, schreibt die Berliner Woche.

Verkehrsuntersuchung zu Schultheiss (Stand 7.8.13): Textteil und Anlagen.

Wenn mehr klar ist, soll es dann auch eine Informationsveranstaltung für Bürger geben (aber wann? am 12. März 2014), siehe BA-Beschluss aufgrund dieser Drucksache (0850/IV).

Nachtrag vom 5. März 2014
Die Infoveranstaltung über die Planungen wird am 12.03.2014, 18 Uhr in der Heilandskirche, Thusneldaallee 1, stattfinden. Bezirksamt und Investor HGHI laden gemeinsam ein zur Infoveranstaltung, bei der sie das Projekt unter dem Namen „Schultheiss Quartier“ („S.Q.“) vorstellen .

Auf der Website des Investors zum Schultheiss Quartier finden sich einige Informationen: Die Bruttogesamtfläche wird ca 68.500 m2 betragen, mit den Nutzungen Shopping, Gastronomie, Entertainment und Hotel. Die Einzelhandelsfläche umfasst ca. 30.000 m2 mit ca. 120 Shops wie Lebensmittelfachmarkt, Fashion, Accessoires, Telekommunikation, Elektrofachmarkt, Deko, Drogerie und Bücher. Das Hotel soll 300 Betten haben.Eine Tiefgarage im Untergeschoss (Zufahrt von der Turmstraße) ist mit 500 Stellplätzen geplant. Baubeginn für das Projekt soll im Frühjahr 2014 sein.

Auf der Projekt-Website finden sich auch aktuelle Ansichten, Visualisierungen der Planungen, und Etagenpläne.

Bericht in der Abendschau vom 12.3.14 (mit Protest „Wohnen statt Konsumtempel“), in der Berliner Zeitung, der Berliner Morgenpost und im Neuen Deutschland.

Bericht über die Veranstaltung von der B.I. Silberahorn, der insbesondere problematisiert, dass Dr. Hellriegel die Gewerbetreibenden an der Turmstraße eingeladen hat, in das neue Center zu ziehen.

Tagesspiegel-Artikel über die 67 Shopping-Center in Berlin, die bald neu eröffnen, z.B. Huth am Leipziger Platz und am Schluss auch über die Pläne für Moabit: „Nach Ansicht des Handelverbands machen sich die Standorte vor allem untereinander Konkurrenz.“

Stand das Wohnhaus an der Turmstraße wirklich unter Denkmalschutz, wie im Architekturforum behauptet? Das glauben wir nicht.

Bei der Veranstaltung am 31.3.14 zum Zentrenkonzept für die Turmstraße, zu dem die raumplaner und das Bezirksamt eingeladen hatten, hat Rainer Balcerowiak für die Mieterinitiative im Sanierungsgebiet Turmstraße (M.I.S.T.) dieses Statement abgegeben. Bericht über die Veranstaltung in der Berliner Woche. Bericht der AG Wirtschaft der Stadtteilvertretung vom 5.4.2014.

Der gleiche Investor HGHI hat auch die Mall of Berlin gebaut, jetzt Mall of Shame, nachdem rumänischen Bauarbeitern ihr Lohn vorenthalten wurde (Bericht Berlin Street), gibt es eine Online-Petition der FAU.

Informationsbrief des Bezirksamts an Gewerbemieter und Antrag zur Unterstützung/Härteausgleich.

Neue Mieter für das Schultheiss-Quartier (Wirtschaftsmagazin Deal). Anfrage zur Tiefgarageneinfahrt (Kommentar).

Lieblingsorte in Moabit, u. a. das Schultheiss-Areal:

Kein Sozialplan für die jetzigen Mieter von Schultheiss (Berliner Woche).

Bericht der B.I. SilberahornPlus zum Normenkontrollverfahren. Damit ist der Bebauungsplan unwirksam. Wenn die Begründung des Oberverwaltungsgerichts bekannt geworden ist, werden wir erneut berichten.

Nachträge 2015:
Die Berliner Woche schreibt am 5.1.2015 auch noch nichts genaueres zum Urteil. Immobilienzeitung: Baugenehmigung ist da, aber B-Plan gekippt. Auch das Architekturforum diskutiert u.a. über Wohnungsbau.

Tagesspiegel zitiert die Leiterin des Stadtplanungsamtes, sie sähe bisher „keine Auswirkungen“ des Gerichtsentscheids auf das Projekt.  Die Berliner Morgenpost zitiert die Pressesprecherin des Oberverwaltungsgerichts „Beim Aufstellen des Bebauungsplans hat es Abwägungsfehler gegeben“. Sie sagt aber auch: „Das heißt aber nicht, das grundsätzlich nicht gebaut werden darf“. Und auch nochmal die Berliner Woche und der rbb.

Berliner Woche nennt „Ankermieter“, Media Markt, Kaufland und Meininger-Hotel, als ob die neu wären, und nennt als Baubeginn Mai 2015, Eröffnung frühestens Herbst 2016.

Große Anfrage in der BVV vom 18.2.15 (Drs. 1905/IV).

Was aus Berliner Brauereien so geworden ist: Wohnungsbau, Kulturstandorte, Kleingewerbe … (Berliner Zeitung)

Pressemitteilung des Gerichts „Bebauungsplan unwirksam“: Urteile vom 18. Dezember 2014 – OVG 2 A 15.12 und OVG 2 A 3.13.

Da mittlerweile die Urteilsbegründung des OVG gekommen ist, wieder eine mündliche Anfrage zu den Fehlern im B-Plan (Drs. 2005/IV) in der BVV vom 19.3. Die SPD fragt nach der Fassadengestaltung (Drs. 1955/IV).

Berliner Woche zum Urteil des OVG.

Berliner Zeitung berichtet über die Entmietung und den Baubeginn. Ein Gespräch mit Trainer Sebastian Bauer von der Sport-Oase.

Auch der Tagesspiegel berichtet mit Kurzportraits von Radio Gluth Inhaber, Wilhelm Prandzioch, und Lackierermeister Mohammed El-Hazzuuri. Hier heißt es auch: „Mehrere Anwohner klagten daraufhin gegen das Projekt – und bekamen recht: Im Dezember 2014 kippte das Oberverwaltungsgericht den Bebauungsplan. Allerdings hatte das zuständige Bezirksamt einen Tag vor dem Urteil bereits eine Baugenehmigung erteilt – und die gilt zunächst, selbst unter dem alten Bebauungsplan. Nach derzeitigem Stand kann Huth seine kleine Mall also bauen. Gegen die Baugenehmigung liegt zwar der Einspruch eines Nachbarn vor. Über den wird das Bezirksamt aber erst in den nächsten Monaten entscheiden. Solange hat Huth Zeit für sein Projekt.

Charlott Tornow MitVergnügen hat einen schönen Artikel zu Schultheiss geschrieben: „Ihr werdet nie erraten, was in Moabit gebaut werden soll„.

Berliner Woche zur Schließung des Sudhauses (hier wird allerdings Bebauungsplan mit Bauvorbescheid verwechselt). Nur drei Anträge von Gewerbetreibenden für Härtefallausgleich sind bisher beim Bezirk eingegangen.

Bericht über die Veranstaltung in der Urania zu Einkaufcentern in Berlin (Tagesspiegel).

Gutachten von Stadt + Handel: „Potentialanalyse für ergänzenden Einzelhandel im Stadtteilzentrum Berlin-Turmstraße mit besonderer Berücksichtigung der Potentialfläche des ehemaligen Hertie Warenhauses“ (Endbericht 25. März 2013) veröffentlicht von der BI SilberahornPlus im Bericht über die Sitzung der Stadtteilvertretung vom 27.April 2015.

Artikel über die entmieteten Gewerbetreibenden des Schultheiss-Geländes.

Park One wird Parkhausbetreiber (DEAL). MieterEcho über den gekippten B-Plan „Lehrstunde in Sachen Rechtsstaat“ (Nr. 374 – Mai 2015).

Berliner Morgenpost informiert über den Baustart auf dem Schultheiss-Gelände. Die Fertigstellung ist für Ende 2017 oder Anfang 2018 geplant.

Antwort auf eine Kleine Anfrage (KA 1070/IV). Antwort und Anlage anklicken!

Die Buchstaben „TURM-PALAST“ konnten für das Buchstabenmuseum gerettet werden.

Fassadenwettbewerb hat Max Dudler gewonnen (Berliner Woche).

Nina Apin in der TAZ über Huth, der bei Schultheiss keinen Generalunternehmer einsetzen will.

Abriss des schon lange leerstehenden Wohnhauses für den Neubau:

Berliner Zeitung über das Schultheiss-Quartier und den morgigen Spatenstich (Pressemitteilung Bezirksamt). Auch das Inforadio wird morgen früh berichten.

rbb-online zu den gestohlenen Kupferkesseln vom Sudhaus. Und dazu auch eine Dringlichkeitsanfrage in der BVV Mitte (Drs. 2276/IV).

Artikel in der Berliner Woche zum Spatenstich: ganz unaufgeregt und ohne Erwähnung des Diebstahls der denkmalgeschützten Kessel.

100.000 Euro stehen zur Unterstützung der Gewerbetreibenden für 2015 bereit, bisher sind 9 Anträge auf Härteausgleich gestellt worden, von denen 2 wohl nicht berücksichtigt werden (Berliner Woche).

Wieder Erfolg für rumänische Bauarbeiter der „Mall of Shame“ vor Gericht (Berl. Morgenpost).

Mündliche Anfrage zu den Vereinbarungen zwischen Bezirk und Investor bzgl. der Denkmalschutzauflagen im Innenbereich (Drs. 2591/IV).

Mittlerweile macht Schultheiss auch Werbung auf Facebook – und das Kallasch& hat prima geantwortet.

Seit August 2016 gibt es Anwohnerinfos rund um die Baustelle auf der Schultheiss-Quartier-Webseite. Anscheinend gibt es Beschwerden. Erhöhter Lieferverkehr, erhöhter Lärmpegel, eine regelmäßige Straßenreinigung wird angekündigt.

Bericht in der Berliner Zeitung: Die Baugruben sind ausgehoben, an der Turmstraße wird die 2geschossige Tiefgarage gebaut, das Meininger Hotel soll 250 (nicht 300) Zimmer haben, an der Perleberger 7.000 qm Kaufland, Mall mit 150 Geschäften und – tatsächlich jetzt doch – 140 Wohnungen (über Kaufland), d.h. kleine Apartments evtl. für Studenten. Doch das ist nicht unumstritten, weil Gewerbegebiet, könnte also auch noch ein Hotel oder Hostel werden.

Nachdem die Grundsteinlegung vom Bezirksamt schon mal vor einem Jahr angekündigt wurde, gibt es hier verschiedene Fotos von der Grundsteinlegung Anfang September und auch eine Bericht in der Berliner Woche.

Chancen und Risiken für den Einzelhandel in der Turmstraße (Berliner Woche).

B.I. Silberahorn zum Projekt: HGHI Schultheiss zerstört Turmstraße.

Bezirksamtsbeschluss vom 18.10.16 zu den verschwunden Kupferkesseln und Nachbildungen zur Drs. 2692/IV. Dazu auch ein Artikel der Berliner Woche: „Ein schlechter Scherz“, sagt Frank Bertermann (Bü90/Grüne).

Fußgängerüberweg gesperrt, eine Zumutung (Vilmoskörte), mittlerweile nicht nur der Überweg an der Stromstraße, sondern der gesamte Geh- und Radweg, sowie der Parkstreifen.

7 Bauhelfer, die in der FAU Berlin organisiert sind, haben Klagen gegen die Subunternehmen der „Mall of Berlin“ gewonnen und trotzdem noch keinen Cent der eingeklagten Löhne gesehen. Denn diese haben Insolvenz angemeldet oder sind verschwunden. Da jedoch das Arbeitnehmerentsendegesetz regelt, dass der Auftraggeber für die Zahlung der Löhne haftet, hat jetzt der erste der Bauarbeiter eine Lohnklage gegen die Harald Huth gehörende Leipziger Platz GmbH & Co. KG eingereicht. Der Gütetermin wird am 16.12.2016 vor dem Arbeitsgericht Berlin stattfinden (hier weiterlesen: Info FAU Gewerkschaft und hier die gesammelten Infos zur „Mall of Shame“).

Anfrage zur Gehwegsperrung wegen der Schultheissbaustelle in der BVV (Drs. 0107/V).

Weitere Nachträge zum Schultheiss Quartier jetzt bei dem neuen MoabitOnline-Artikel „Schultheiss: Tiefgarage, Straßenbahn und Schleichweg„.

550 Kommentare auf "„Schultheiss“ Bebauungsplan liegt (erneut) aus"

  1. 351
    banikowski says:

    zu 350: um die Ecke ist auch der Tiergarten. Da stehen genug Bäume. Wozu brauchen wir dann noch den Kleinen Tiergarten? Wenn Sie auf die Bäume im Kleinen Tiergarten verzichten und die Natur und die angenehme Kühle im Tiergarten geniessen, kaufe ich im Gegenzug in der Wilmersdorfer Strasse ein.

    Und ehrlich gesagt ist es mir piepegal, ob Herr Naumann meint, dass die Fussgängerzone in der Wilmersdorfer Strasse leidet.

  2. 352
    MelchorR. says:

    @351: Dem schliesse ich mich an!
    Danke für diesen Beitrag, der endlich mal offenlegt, wie „flexibel“das Argumentationsmuster einiger Personen hier ist.

  3. 353
    Mignon Gräsle says:

    Zu 351, 352: Angenehme Kühle kann man überall gebrauchen – aber Kosumtempel?
    Ich werde mich aber auf derartige Diskussionen nicht mehr einlassen.
    Fakt ist, dass die Tiefgareneinfahrt nähe Lübecker Straße sehr problematisch ist, und dass es sehr fraglich ist, ob das Schultheißquartier wirklich läuft, genau wie die anderen Einkaufscenter.
    Wie bereits geschrieben: nicht nur, dass die Kaufkraft nicht da ist, sondern auch: alle haben alles – Übersättigung des Marktes!

  4. 354
    banikowski says:

    zu 353: eben, wie bereits geschrieben… Davon, dass man ständig die gleichen Behauptungen in den Raum stellt, werden die auch nicht richtiger. Die Kaufkraft ist da. Siehe Arminiushalle, siehe Buchkantine, siehe Fiaker, siehe Eisbox, siehe Probiermal, siehe den Bioladen Ecke Krefelder/Bundesratufer. Wenn auf dem Schultheiss-Gelände ein Einkaufscenter mit entsprechendem Angebot steht, werden die Moabiter die vorher auf der Wilmersdorfer oder anderswo ihren Bedarf gedeckt haben, dort einkaufen. Übersättigung des Marktes? Firmen wie Apple, Nestle, Procter&Gamble, VW etc. verdienen sich dumm und dusselig. Das würden die nicht tun, wenn alle alles hätten. Auch wenn sie das, Frau Gräsle, gerne hätten und das hier unaufhörlich zum Besten geben.

  5. 355
    MelchorR. says:

    @353: Mit ihrer fachlichen Expertise und dem betriebswirtschaftlichem Know-how in Sachen Kaufkraft und Konsumverhalten haben sie ja den Gesamtüberblick!
    Schreiben Sie lieber wieder etwas gegen Baumfällungen, dies scheint eher ihr Fachthema zu sein… .

  6. 356
    prolet says:

    zu 353:
    Da kommt sie – wie bei den Bäumen – wieder zum Vorschein, die egozentristische Sichtweise der Öko-Taliban, sinngemäß: „Was ich nicht brauche, haben die anderen gefälligst auch nicht zu brauchen“. Ich fühle mich der Ökobewegung sehr wohl verbunden und achte selbst auf einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck, aber das, was diese engstirnigen Leute hier gebetsmühlenhaft predigen, ist nicht das, für das ich selber eintrete. Ich habe wegen des Verhaltens des BUND bei den Planungsworkshops zum Kleinen Tiergarten aufgehört, denen zu spenden. Und bei den Schultheiß-Plänen stehe ich auf der Seite der ganz normalen Moabiter, die das, was sie sehr wohl brauchen / kaufen wollen, eben in Moabit kaufen wollen. Und die nicht auf Jahre hinaus so einen heruntergekommenen Schandfleck sehen wollen. Wenn letztendlich die Intoleranz und die Mißachtung der Meinung anderer bei der Ökobewegung siegen sollte, sehe ich mich gezwungen, mich von ihr abzuwenden – endgültig.

  7. 357
    banikowski says:

    …und in der Turmstrasse tut sich auch wieder was. Wir haben jetzt dort ein Wettbüro mehr. Der Bedarf war anscheinend noch nicht gedeckt.

  8. 358
    Mignon Gräsle says:

    … wenn in der Turmstraße die Gewerbemieten niedriger wäre – sollen recht hoch sein – und die Vorgaben strenger, gäbe es da viele interessante, kleine Läden!
    Spielhallen, Spielcafés, Wettbüros haben anscheinend unendliche Kapazitäten – woher nur ???

  9. 359
    prolet says:

    zu 358:
    Schon einmal von Marx mehr gelesen (und verstanden) als den Buchrücken von „Das Kapital“? Dann könnte man auch von links eine saubere Argumentation bezüglich Marktpreisen führen … Und in punkto „Vorgaben“ mal mit den Äußerungen eines ehemaligen Vorsitzenden (gibt es für den schon eine Anschlußverwendung?) der Fast-Drei-Prozent-Partei vergleichen.

  10. 360
    Mignon Gräsle says:

    Zu 359: gleichfalls „saubere Argumentation“ Alles Eintopf bei Ihnen!

  11. 361
    vilmoskörte says:

    Es ist – glaube ich – nicht (nur) die Höhe der Gewerbemieten, die für die Veränderung des Ladenangebots auf der Turmstraße gesorgt hat – und das ist auch nichts Spezifisches für die Turmstraße, es ist auch anderswo (und nicht nur in Berlin) passiert (sonst gäbe es kein Bundesprogramm „Aktive Zentren“ – in etlichen Mittelstädten in Westdeutschland scheint mir die Situation noch ärger und trostloser als auf der Turmstraße).

    Ein kleines Lebensmittelgeschäft, einen richtigen Bäcker, einen Fleischer – das alles gibt es kaum noch in der Stadt, weil wir (fast) alle so billig wie irgend möglich einkaufen wollen und darum in die Riesensupermärkte (zu Aldi, Lidl, Penny, netto mit und ohne Hund, oder auch Edeka oder Rewe) gehen (oder gleich im Internet bestellen). So ist auch der Niedergang der Arminiushalle passiert: Die vielen kleinen Händler mit ihrem vielfältigen Angebot konnten nicht mit den Preisen der Giganten mithalten und die Kunden sind erst weniger oft gekommen und letztendlich weggeblieben. Auch bei anderen Warengruppen, wie z.B. Kleidung und Elektronik ist es so, dass der inhabergeführte Einzelhandel rein von seinen Einkaufskonditionen her langfristig nicht mit den Großen der Branchen mithalten konnte und darum irgendwann aufgegeben hat. Diese Entwicklung hat auch auf der Turmstraße in den letzten 20 Jahren stattgefunden und ist im Wesentlichen abgeschlossen.

    Auf der Turmstraße ist darum heute bis auf ganz wenige Ausnahmen kein inhabergeführter Einzelhandel mehr zu finden, der durch ein EKZ auf dem Schultheiss-Gelände gefährdet wäre. Und die Ladengeschäfte, die jetzt da sind, sind nicht gerade diejenigen, die typischerweise in ein solches EKZ einziehen würden. Und sie sind wahrscheinlich auch nicht diejenigen, die der Betreiber eines EKZ sich als Mieter so vorstellt (schaut Euch die EKZ dieser Stadt an und Ihr wisst, welche Läden darin zu finden sind: Es sind im Wesentlichen überall die gleichen, und wenn es mal kein Saturn ist, dann ist es der Media-Markt, beide Bestandteil desselben Konzerns). Eine „Kannibalisierung“ der Turmstraße, wie sie Herr B. von der StV-Turmstraße so markant heraufbeschwört, kann m.E. darum auch gar nicht mehr stattfinden.

    Den Wunsch nach vielen kleinen und interessanten Läden kann ich verstehen, aber was genau soll das bitte sein (ein Strumpfladen, ein Herrenausstatter, ein Pralinenladen, ein Miederwarengeschäft, ein Koffer- und Taschengeschäft, eine Putzmacherin, ein Feinkostladen – so wie sintemalen)? Zudem gebe ich zu bedenken, dass viele kleine interessante Läden nur dann (über)leben können, wenn es auch viele interessierte Kunden gibt, die bereit sind, etwas mehr auszugeben und dort einkaufen. Und da wären wir gleich wieder bei der Aufwertungsdiskussion angelangt …

  12. 362
    Mignon Gräsle says:

    Nochmal zu 359: Der Verweis auf Marx und die FDP hilft nicht wirklich weiter, aber vielleicht Ethik:
    1. Spielhallen usw. versucht man einzudämmen – bis jetzt mit mäßigem Erfolg.
    2. Unter welchen menschenunwürdigen Bedingungen billig produziert wird (und auf der Turmstraße verkauft), im Ausland, aber auch im Inland (deutsche Fleischfabriken), weiß man…

  13. 363
    Mignon Gräsle says:

    Zu 361: Unter Kleinen Läden verstehe ich eher etwas neuzeitlicheres wie ein Lakritz-Laden, oder alles mögliche an Nüssen – ein weites Feld… Nicht so wie sintemal – in der Lübecker Straße gabs vor langer Zeit mal ein Schürzengeschäft – war aber immer leer.
    In das Schultheiß Quartier soll T.k.maxx einziehen – was ist das? – gehobener Ramsch! H&M ist auch nicht das, was es mal war, genauso wie C&A. Alles irgendwo in so einem armen Land genäht.
    Humana habe ich auch schon in einem wesentlich besseren Gebäude als das in der Turmstraße entdeckt…

  14. 364
    H. E. says:

    Ein Stadtrat befürwortet bei Schultheiss 20.000 qm Verkaufsfläche und 14.500 qm für Dienstleistung, Gastronomie und Kultur, aus denen, wer weiß, vielleicht auch irgendwann noch Verkaufsfläche wird, wenn es möglicherweise mit Dienstleistung und Kultur nicht so richtig klappen sollte. Diese 34.500 qm Nutzfläche sind fast exakt so viel Nutzfläche, wie die Galeria Kaufhof am Alex hat.

    Ob der Stadrat jedoch auch mal daran gedacht hat, dass der U-Bahnhof Turmstraße mit seiner einzigen U-Bahn-Linie nicht mit dem S-, U- und Straßenbahn-Verkehrsknotenpunkt Alexanderplatz zu vergleichen ist, der im Berliner Zentrum liegt und allein schon drei S- und drei U-Bahn-Linien hat? Außerdem liegt der Alex auch noch an der Berliner Haupt-S-Bahn-Trasse schlechthin, auf der wesentlich mehr Kaufkraft unterwegs sein dürfte als auf der U9. Am Alex unterbrechen die Leute ihre Fahrt, um einzukaufen, was ich mir bei Schultheiss und der U9 beim besten Willen nicht vorstellen kann. Zumal die U9 aus der Steglitzer Schlossstraße kommt, wo mehr als 150.000 qm Verkaufsfläche zum Einkaufen reizen und auch in der Straße selbst noch ein attraktives Angebot vorhanden ist.

    Und wenn CDU und SPD auf Schultheiss keine Mietwohnungen durchsetzen, wird auch dieses bei der nächsten Wahl Minuspunkte geben.

  15. 365
    H. E. says:

    Zu Kommentar 300 von Carsten:

    Im Stadtentwicklungsplan (StEP) Zentren 3 werden als Orientierungswert für Verkaufsflächen nicht nur „50.000 qm Verkaufsfläche als Höchstwert“ genannt, sondern in der entsprechenden Tabelle lautet es wörtlich: „ca. 10.000 – 50.000 qm Verkaufsfläche“.

    Das heißt m. E., dass diese 50.000 qm nicht in jedem Fall ausgeschöpft werden dürfen, sondern dass vielmehr eine Zunahme an Verkaufsfläche in diesem Rahmen an die bereits vorhandene Verkaufsfläche anzupassen ist. Und in welchem Rahmen diese zusätzliche Verkaufsfläche anzupassen ist, wird eindeutig z. B. in Ausführungsvorschriften geregelt.

    In diesem Zusammenhang ist m. E. auch das „Einzelhandels- und Zentrenkonzept Berlin-Mitte“ von 2009 zu sehen, das für das Stadtteilzentrum Turmstraße eine vorhandene Verkaufsfläche von 23.000 qm nennt und als Zielkorridor bis 2020 30.000 – 35.000 qm (inkl. neuen Verkaufsflächen auf Schultheiss und Hertie-Grundstück)) vorgibt, also eine Zunahme lediglich von 7.000 bis 12.000 qm. Bin gespannt, mit welcher Begründung das Bezirksamt unter Mithilfe der IHK die erhebliche Überschreitung dieser Zahlen begründen wird.

    Heute, Montag, um 19 Uhr in der Arminiusmarkthalle die Diskussion mit dem Bezirksamt und der IHK über Moabit als “ Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gastronomiestandort“.

  16. 366
    Susanne Torka says:

    Die Veranstaltung ist nicht in der Halle, sondern in der Zunftwirtschaft (Eingang von der Arminiusstraße).

  17. 367
    Mignon Gräsle says:

    Heute abend, ZDF, 20:15, H&M gegen C&A – Das Duell, Dokumentation

    Zur Veranstaltung gestern in der Zunftwirtschaft:
    Den wesentlichsten Beitrag brachte der Optiker, Herr Golücke: Die Gewerbemieten in der Turmstraße sind um 100 % gestiegen, und steigen weiter. Die Hähnchenbraterei zahlt 4000 Euro Miete im Monat, erzählte Herr Golücke (welche ist nicht so wichtig).
    Golücke ist wohl einer der wenigen, der noch richtige Mitarbeiter hat, in Vollzeit, und die vollen Sozialabgaben bezahlt.
    Die Ketten nützen die entsprechende Gesetze für Geringverdiener aus, und stellen dementsprechend Personal ein. Die Mitarbeiter von Back Factory verdienen 5 Euro die Stunde! (ich habe mal gefragt bei Back Factory)
    Es wäre also einmal eine Untersuchung wert, was die Billig-Ketten auf der Turmstraße an Miete bezahlen, und was ihre Mitarbeiter verdienen, um zu zeigen, auf welche Schräglagen sich die Politik einläßt!
    Herr Neubauer, MiB AG/Projektentwickler des ehemaligen Hertie-Geländes, ließ im oberen Teil des ehemaligen Hertie-Gebäudes Wohnungen einbauen, für Senioren und Studenten, 8 Euro Kaltmiete. Preiswerter könne man heutzutage nicht mehr bauen, meinte er. Wegen dem, was er noch bauen will, hat er noch mit dem Denkmal geschützen Haus in der Stromstraße Probleme.
    Herr Jens Nyhues, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, erklärte, große Unternehmen, wie dm, Deichmann etc brauchen große Flächen, und dies biete das Schultheiß Gelände eben, die Turmstraße aber eben nicht.
    Was mit dem Bolu Gelände wird, oder werden könnte, war kein Thema. Die oberen Stockwerke von Bolu stehen leer, und nebenan ist ein Gelände frei.
    Es kam die Frage wegen dem neuesten Wettbüro – hilfloses Achselzucken bei Herr Spallek, der ansonsten anhand verschiedener Fahrradtypen versuchte die notwendige Vielfalt des Angebot zu erklären – ungefähr so, wie man früher die Kinder aufklärte, so mit den Blumen und den Bienen, und wiederholte sich auch ganz ersthaft: wie ich ja gerade versucht habe, anhand der Fahrräder zu erklären…
    Von Frau Meike Al-Habash, IHK Berlin, hörte man überhaupt nicht viel.
    Frau Slapa vom Geschäftstraßenmanagement stellte ihre bescheidenen Möglichkeiten, eben nur sogenannte „weiche Möglichkeiten“, vor – irgendwie die Vielfalt der Geschäfte durch Gespräche mit den Hausbesitzern oder so, zu beeinflussen.
    Wie das geplante Schultheiß Quartier mit der Turmstraße harmoniert war zum Unmut vieler nicht der Sinn der Veranstaltung.

  18. 368
    M.I.S.T. says:

    Unser Statement bei der Veranstaltung zum Zentrenkonzept, über die Mignon hier gerade berichtet hat:
    https://moabitonline.de/wp-content/uploads/2011/05/Balcerowiak_Statement_2S_2014-03-31.pdf

    auch oben im Nachtrag verlinkt

  19. 369
    O. Wagner says:

    @368: Pardon, aber da komme ich nicht mit: „Unser Statement“ – aber wieso steht da als Erstes (und Einziges) der Name einer Einzelperson? Und wer definiert die Grenze zwischen Gut („eine anständige Flasche Wein, ein französisches Bio-Huhn und ein bisschen Rohmilchkäse“) und Böse („hippe Geschäfte und Cafés“) – oder richtet sich das nach Geschmack und Geldbeutel des Verfassers? Wie wäre es dann z.B. mit einer vom Verfasser bestimmten und vom Bezirksamt überwachten Rohmilchkäsenquote?

  20. 370
    Taylan says:

    Der Hertie-Erweiterungsbau sowie Schultheiss werden so kommen, da diese Entwicklungen auf den alten B-Plänen zustande kommen werden. Ich bezweifle, dass sich hiermit die BVV nochmals befassen wird.

    Meine persönliche Meinung: Mit den geplanten Nutzungen auf dem Hertie-Erweiterungsareal kann ich gut leben, eher wird der Moabogen aufgrund seiner ungünstigen Lage und des Schwerpunkts auf die Nahversorgung weitere Probleme bekommen. Hier ist der Eigentümer in der Pflicht, sein Konzept dringend zu modifizieren. Das Schultheiss-Areal wird sich nicht auf die Nahversorgung konzentrieren, schon wegen der neu zuschaffenden Tiefgarage. Auch wird es hierdurch zu zusätzlichem Verkehr kommen. Daher sollte das Bezirksamt, wie ich Herrn Spallek schon in der Heilandskirche aufgefordert habe, die Lübecker Straße nicht zur Durchfahrtsstraße verkommen lassen durch den EInbau von z.B. Moabiter Kissen. Des weiteren wird durch diese Entwicklung die Müllerstraße noch weitere Probleme bekommen. Bereits heute ist festzustellen, dass die dortigen Angebote bzw. Einkaufszentren veraltet sind und ihrer Konzeption so nicht mehr funktionieren. Mehr Mut für z.B. Mischnutzungen (Wohnen + Arbeiten + EInkaufen) wäre eine Überlegung wert. Ob nun das Schultheiss-Areal die Turmstraße kaputt macht oder nicht, wird man erst nach seiner Eröffnung feststellen können. „Verhindern“ kann man gar nichts, da wie gesagt kein neuer B-Plan erforderlich ist. Ich persönlich bezweifle, dass die Geschäfte in der Turmstraße durch die neuen Geschäfte im Schultheiss-Areal vertrieben werden, da diese schon heute starke wirtschaftliche Probleme haben (u.a. keine Spezialisierung, veraltete Ladeneinrichtungen, keine innovativen Konzepte etc.) und es schon heute hier eine hohe Fluktuation gibt. Da ist ja klar, dass mit jedem Auszug die Miete steigt, wenn keine langjährigen Geschäftsinhaber mehr da sind. Die Geschäfte werden eher Probleme kriegen, weil die Laufkundschaft wegbleibt, das heißt, es wird kein Interesse mehr geben bis zur Beusselstraße zu laufen. Notwendig wäre hier meines Erachtens eine stärkere Entwicklung im Westteil, z.B. durch Lückenschließung in der Turmstraße 40 (Wohnen + Gewerbe) bzw. ein kompletter Abriss des Blocks zwischen Waldstraße und Beusselstraße + Neubau. Da die BVV jedoch kaum beschließen kann, dass auf Privatgrundstücken Gebäude abgerissen und neu gebaut werden, kann man nur noch abwarten.

    Zu letzt: Ich verstehe jene Leute, die Angst vor Verdrängung haben und daher auch die Entwicklung auf dem Schultheiss-Areal kritisieren und auch die in der Turmstraße. Hierüber sollte man jedoch sachlich sprechen und konkrete Lösungsvorschläge erarbeiten. Einfach nur zu sagen, das Bezirksamt, die BVV, Privateigentümer und sonstige Träger sind die Achse des Bösen für Moabit und betrieben politische Kumpanei, ist eine überspitzte Kritik ohne einen konkreten Lösungsvorschlag. Ich vermisse z.B. STV-Beschlüsse zur geplanten Neubebauung auf der heutigen Jugendverkehrsschule. Man könnte z.B. das Bezirksamt auffordern, sicherzustellen, dass die Hälfte der neuen Wohnungen für Hartz 4 oder WBS-Bezieher reserviert sind. Dies ist ja nun möglich mit dem neuen Fonds des Senats (ich schreibe dies auch hier, damit die SPD nicht schon wieder behauptet, ihr wäre die Idee entsprungen) und sollte vertraglich fixiert werden.
    P.S.: Wer mich nun mit all diesem Text zitieren möchte, kann dies gerne tun, da es immer noch nur meine Privatmeinung ist.

  21. 371
    Susanne Torka says:

    @ 369, O. Wagener,
    Rainer Balcerowiak hat den Text seines Statements an die Redaktion geschickt, allerdings nur den Text der Rede, die er – wie er sagte für die Mieten-AG der Stadtteilvertretung Turmstraße oder für die Mieterinitiative im Sanierungsgebiet Turmstraße M.I.S.T, oder für beide gehalten hat –
    Die Überschrift habe ich eingefügt, damit das pdf einen Sinn macht und wenn es sich jemand ausdruckt, man weiß, auf welcher Veranstaltung es von wem gemacht wurde.

    @ Rainer B. und M.I.S.T. und Mieten-AG:
    Soll die Überschrift geändert werden?

  22. 372
    Jürgen Schwenzel says:

    Das bei der Veranstaltung am 31.32014. von Frau Slapa (Geschäftsstraßenmanagment Turmstraße) kurz vorgestellte „Zentrumskonzept zur Stärkung und Steuerung von Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie im Stadtteilzentrum Turmstraße“ wurde jetzt auf der Website des Aktiven Stadtzentrums Turmstraße als PDF-Datei (9,4 MB, Link korrigiert) veröffentlicht. Das 86 Seiten stark Papier datiert übrigens vom 22. August 2013.

  23. 373
    Mignon Gräsle says:

    Zu 372: http://www.turmstrasse.de/downloads/pdf/koordination/140403_GSM_Zentrumskonzept_2013.pdf – da isses!
    Man sollte nochmal eine Veranstaltung machen, wo es um die Entwicklung der Turmstraße, samt Schultheiß geht, und wo Gewerbemieten, und die vielen Geringverdiener auf der Turmstraße (Backshop, Döner, Hähnchengrill, Kik, Zeemann, Bolu, Ein-Euro-Läden usw.) das Thema sind.
    Bolu wollte mal bauen, und durfte es nicht?

  24. 374
    Mignon Gräsle says:

    Zu 367: Duell C&A (Clemens und August Brenninkmeijer) und H&M (Hennes und Mauritz) beides fast noch Familienunternehmen: Der Punkt Fairness, das heißt faire Produktionsbedingungen, wurde nicht vergeben, da zu undurchsichtig, und bewußt gewerkschaftsfrei. Eine Jeans legt bis zum Endverbraucher in Deutschland cirka 50.000 Kilometer zurück, weil an einer Jeans in der ganzen, vorwiegend asiatischen, Welt gearbeitet wird.

  25. 375
    Mignon Gräsle says:

    Zu 372 und 373, in diesem Papier heißt es, Seite 24:
    „Auf der östlichen Seite der stark befahrenen Stromstraße erstreckt sich das ehemalige Schultheiss Gelände.
    Die gegenwärtige Planung sieht hier eine Shopping Mall mit umfangreichen Flächen für den zentrenrelevanten Einzelhandel und einigen hundert Pkw Stellplätzen vor. Damit richtet sich das Vorhaben auch an autoorientierte Kunden aus einem weit über den Stadtteil hinausreichenden Einzugsbereich. Sowohl das künftige Nutzungsprofil als auch der Realisierungshorizont lassen derzeit noch keine verlässlichen Schlussfolgerungen für das Stadtteilzentrum Turmstraße zu. Sobald sich konkrete Nutzungsperspektiven abzeichnen, sollten diese in die Fortschreibung der Perspektiven für das Stadtteilzentrum einfließen.
    Mit Hilfe dieses Zentrumskonzepts kann und sollte hier eine Abstimmung mit dem Bestand erfolgen, um keine Negativauswirkungen auf das Gesamtgebiet zu erzeugen. Wichtig ist hier, die Synergien zu erkennen und somit einen Beitrag für das Gesamtgebiet zu leisten.“

  26. 376
  27. 377
    Susanne Torka says:

    @ Mignon (375),
    um so unverständlicher, dass die Autoren dieser Studie bei der Veranstaltung am Montag nicht selbst gesagt haben, dass Schultheiss und die Turmstraße zusammen betrachtet werden sollten.

  28. 378
    Rané says:

    https://www.bikiniberlin.de
    Ein sehr gutes Konzept, es kommt halt auf die Investoren an.

  29. 379
    Mignon Gräsle says:

    Zu 377:
    Tja, das war eben eine der üblichen Kindergarten-Veranstaltungen. Man wollte höchstwahrscheinlich hauptsächlich Herrn Spallek gefallen, und da waren alle kritischen Fragen im Grunde genommen unerwünscht!
    Das Geschäftstraßenmanagement hat kaum Funktion – kann nichts ausrichten – auf die Politik kommt es an, und die Stadtteilvertretung darf nur beratend, und am besten Beifall spendend tätig werden.
    Mißstände aufzeigen ??? Dazu braucht man andere Veranstaltungen.
    Die Mitmachfalle läßt grüßen, zi, zi, zi

  30. 380
    Mignon Gräsle says:

    Zu 370: Taylan, in der Lübecker Straße braucht man keine Moabiter Kissen, die wären eher hinderlich – die Straße ist zu Hauptverkehrszeiten jetzt schon so verstopft, dass niemand schnell fahren kann, die Autos parken in der zweiten Reihe. Wie das dann werden soll, mit der Tiefgarageneinfahrt an der Turmstraße? Siehe 315/16.

  31. 381
    Gotthard Schulte-Tigges says:

    Die Beiträge zum Schultheiss-Gelände habe ich gelesen. Hier fehlt mir eine perspektivische Herangehensweise.

    Die folgenden Gedanken habe ich schriftlich an den Bauherrn HGHI gerichtet.

    Verbindung GSZM-Gelände – Schultheiss-Quartier

    Für das Schultheiss-Quartier ist ein kurzer Zugang erforderlich. Etwa 1000 Menschen arbeiten auf dem Gelände des Gesundheits- und Sozialzentrums Moabit (GSZM) welches z Zt. zu 60% vermietet ist. Ein direkter Zugang vom GSZM-Hochhaus über Lübecker Str. 6 und Lübecker 49 zum Sudhaus ist über einen Fußweg von 290 m möglich. Vom GSZM-Hochhaus über die Turmstraße zum Sudhaus beträgt der Fußweg 650 m. Bei einem Hin- und Rückweg verlängert sich die Strecke von 580 auf 1.300. Das bedeutet 9 Minuten anstatt 21 Minuten Fußweg. Der kurze Weg lässt sich u.a. auch gut in den Mittagspausen realisieren.
    Sowohl im Sinn der Gewerbetreibenden auf dem Schultheiss-Quartier als auch der Beschäftigten auf dem GSZM-Gelände ist dieser kurze Weg erstrebenswert.

    Das GSZM verfügt in der Lübecker Str. 6 über eine Feuerwehrzufahrt die dauerhaft geöffnet sein kann. Schräg gegenüber liegt das Grundstück Lübecker Str. 49, welches einen Hof zwischen zwei Brandwänden hat, der am Schultheiss-Gelände endet. Über eine Durchwegung / Passage, die durch einen Laden in der Lübecker Str.49 führen müsste, habe ich am 10.03.2011 mit dem Grundstückseigentümern der Lübecker Str.49 gesprochen. Sie waren nicht abgeneigt, wenn diese Lösung für sie wirtschaftlich tragfähig ist.

    Ich begrüße es, wenn HGHI als Bauherr des Schultheiss-Quartieres, diese Gespräche wieder aufnimmt und freue mich, wenn hier eine Kooperation den Zugang des Schultheiss-Geländes von der Lübecker Straße und dem GSZM ermöglicht.
    Zudem könnte von Bewohnern östlich des GSZM-Geländes, dieses über dessen Eingang Birkenstraße zum Schultheiss-Gelände durchquert werden.

    Umbau Lübecker Straße

    Nach Unterlagen vom 07.01.2010 ist ein Umbau der baumlosen Lübecker Straße für 2016/2016 in Höhe von 240.000 € angesetzt, bei dem auch der Überweg am GSZM gestaltet werden kann.
    Auf Grund der Leitungen an den beiden Straßenrändern der Lübecker kämen nur Bauminseln in der Mitte der Fahrbahn in Betracht, die die Straße aufwerten und zur Verkehrsberuhigung beitragen würden.
    Beides habe ich auch schon bei Baustadtrat Spallek angesprochen.

  32. 382
    Mignonn Gräsle says:

    Zu 381: nach welchen Unterlagen? Was soll da gemacht werden? Und was ist mit dieser katastrophalen Tiefgarageneinfahrt an der Turmstraße?
    Jetzt werden ja gerade die Turmstraße, sowie die Überquerungen, an der Lübecker Straße neu gemacht, und endlich sind die hohen Bordsteine beseitigt – war Zeit. An anderen Straßen gibt es das seit langem.

  33. 383
    Thomas Koch says:

    Sehr geehrter Herr Schulte-Tigges,

    Ihr Vorschlag ist schon mal in ähnlicher Weise im Verfahren mit dem früheren Eigentümer angesprochen worden. Dieser hatte damals eine Prüfung zugesagt – das wars dann allerdings. Malls funktionieren überwiegend nach dem „Staubsaugerprinzip“, die Kunden sollen in das Center geführt werden und dann ein von der Außenwelt losgelöstes Shoppingerlebnis erfahren. Vernetzung, wie von Ihnen vorgeschlagen, stört hierbei aus Sicht der Betreiber eher.

    Selbstverständlich muss man das aber nicht so hinnehmen. Ich empfehle Ihnen daher, die Stadtteilvertretung Turmstraße mit Ihrem Vorschlag anzusprechen. Vernetzung ist im Sanierungsgebiet ein wichtiges Thema. Wünschenswert ist grundsätzlich auch eine gute Durchwegung in Richtung Perleberger- und Stromstraße. Ebenfalls würde ich Ihnen und der Stadteilvertretung empfehlen, die abweisende Billigfassade zur Perleberger Straße anzusprechen. Diese schottet die Mall zusätzlich gegen das Umfeld ab und steht daher auch gegen den Vernetzungsgedanken.

  34. 384
    Mignon Gräsle says:

    Zu 383: siehe 379!
    Bei der Veranstaltung zum Schultheiß Quartier am 12.03. wurde Gotthard Schulte-Tigges ziemlich abgebügelt, und alle anderen kritischen Stimmen auch, das gleiche bei der Veranstaltung am 31.03.
    Das sind Informationsveranstaltungen, keine Einladungen zum Mitgestalten!
    Ein Durchgang von der Lübecker zum Schultheiß Gelände zu schaffen, kann ich mir nur bei dem, wenn ich mich nicht täusche, leer stehenden Geschäftshaus, FRITZ JAHN Gebäudeservice GmbH & Co. KG, Lübecker Str. 46, vorstellen. Da sind hinten, angrenzend an ein Gebäude von Schultheiß, Garagen.
    Einen Durchgang vom GSZM zur Lübecker, über Lübecker 6, gibt es quasi bereits, inoffiziell. Wenn das ein offizieller Weg werden soll, würde sich GSZM überlegen, wie der Durchgang zu überwachen wäre – das ist denen garantiert zu viel Aufwand!
    stv@stv-turmstrasse.de,

  35. 385
    Mignon Gräsle says:

    Nachrichten aus dem Off:
    Im Sanierungsgebiet Turmstraße müssen neue Gewerbe-Mietverträge genehmigt werden, und gegebenenfalls muss eine Nutzungsänderung beantragt werden. Deshalb ist das neue Wettbüro, wo Schlecker drin war, Ottostraße, Ecke Turmstraße, zwar dekoriert, aber noch nicht eröffnet.
    Bolu wollte oder will mal bauen auf dem leeren Grundstück nebenan – was Konkretes gibt es nicht.
    Das GSZM hat nicht das geringste Interesse an einem offiziellen Durchgang vom GSZM Gelände zur Lübecker Straße.
    Für die Lübecker Straße ist außer dem, was jetzt gemacht wurde, auf Höhe der Post, siehe 382, nichts weiter geplant, abgesehen von diversen bepflanzten Töpfen, die das Qm Moabit-Ost aufstellen will.

  36. 386
    Mignon Gräsle says:

    Ich habe mir das Geschäftshaus, FRITZ JAHN Gebäudeservice GmbH & Co. KG, Lübecker Str. 46 nochmal genau angesehen – steht anscheinend komplett leer, gehört aber höchstwahrscheinlich zu Jahn, Jahn ist umgezogen (Großunternehmen, das Niederlassungen in ganz Deutschland hat).
    Es grenzt an das Schultheiß Gelände, hinten sieht man nur rechts und links eine Brandmauer, und quer Garagen, die an eines der historisches Gebäude von Schultheiß, ehemals eine Gaststätte, angebaut sind.
    Der Plan von HGHI stimmt hier nicht ganz, bei HGHI ist da noch ein hohes Hinterhofgebäude eingetragen !!!
    Man kann sich also vorstellen, dieses Bebäude in die Schultheiß Planung ein zu beziehen, mit oder ohne Durchgang zur Lübecker Straße.
    Der kleinen Gaststätte einen Wintergarten anbauen z.B. …

  37. 387
    Mignon Gräsle says:

    Zu 378: Bei der Lage kann man ja auch fast nichts falsch machen: fantastischer, erholsamer Blick ins Grüne des Zoos, mit Tierchen – von der Terasse oben – ein Touristenmagnet – da wird man im Sommer kaum Platz finden, und KaDeWe und Karstadt kommen noch mehr unter Druck – Fashion, Fashion, Fashion.
    Der Zoo sollte für diesen Ausblick Miete verlangen… man kommt sich vor wie in einer Weltstadt…
    Ob Schultheiß Quartier da mitkommt?
    Wieviel Bedarf an Einzelhandelsfläche wurde für die Bezirke innerhalb des S-Bahn Rings im ganzen ausgerechnet?
    Es soll Klagen wegen Überdimensionierung gegen das Schultheiß Quartier geben – von den Nachbarn, von Edeka, und von MiB AG!?

  38. 388
  39. 389
    Mignon Gräsle says:

    Zu 385: Das neue Wettbüro, wo Schlecker drin war, Ottostraße, Ecke Turmstraße, ist jetzt mit Luftballons usw. eröffnet – ein Schmuckstück mehr für die Turmstraße – was hilft da ein Geschäftsstraßenmanagement?

  40. 390
    H. E. says:

    Hier ein Artikel aus dem heutigen Tagesspiegel:
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/chefkontrolleur-kuendigt-einschnitte-an-mehr-als-20-karstadt-filialen-stehen-auf-der-kippe/10205408.html

    Und wenn in Berlin Karstadt-Filialen geschlossen werden sollten, dann können sich gewisse Berliner Parteien bis hinunter in die Bezirksverordnetenversammlungen fragen, ob und wie weit sie daran mit schuld sind, weil sie ja immer noch mehr Einkaufszentren wollten.
    Was ist das z. B. für eine Stadtentwicklungspolitik, die in der Wilmersdorfer Straße die Arcaden mit 125 Geschäften, 300 Parkplätzen und täglich 23 000 Besuchern schräg gegenüber von Karstadt genehmigt hat und nun am liebsten auch im ICC gern noch ein weiteres Einkaufszentrum hätte? Glücklicherweise scheint man zumindest in Charlottenburg und im Westend aufgewacht zu sein, denn diese Bezirke haben diesem absurden Gedanken sofort widersprochen.

    Wann man wohl in Mitte aufwacht?

  41. 391
    prolet says:

    Es ist immer schön, wenn man sein Feindbild pflegen kann …
    Daß der Karstadt-Konzern wohl weniger an der Einkaufszenterkonkurrenz gescheitert ist, kann man hier nachlesen:
    http://www.berliner-zeitung.de/meinung/leitartikel-zur-karstadt-misere-der-untergang-des-hauses-k-,10808020,27821896.html
    und
    http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/karstadt-konzern-die-angst-geht-um,10808230,27852998.html
    Auch Hertie ist nicht an der Konkurrenz gescheitert, sondern an Mißmanagement und einem konzerninternen Ausnehmen bis zum Schluß. Ebenso war es mit Woolworth Turmstraße, das zu den profitabelsten Häusern dieser Kette gehört haben soll.

  42. 392
    H. E. says:

    @ prolet

    … und schön ist auch, wenn man sich das Verhalten von Parteien und die Notwendigkeit immer weiterer zusätzlicher Verkaufsflächen schönreden kann.
    Nur leider kann man auf diese Weise nicht höhere Löhne und damit auch mehr Geld herbeizaubern, mit dem dann auf den vorhandenen und den zusätzlichen Verkaufsflächen zusätzlich eingekauft werden kann.

  43. 393
    prolet says:

    Ich rede keine Partei schön, weil ich parteilos bin. Ich finde es aber völlig verfehlt, Dinge miteinander zu vermischen, die nichts miteinander zu tun haben. Hertie, Woolworth, Karstadt und Kepa, aber auch Boeldicke und Leiser sind nicht wegen der Schultheiß-Planungen gegangen. Und das zeigen auch die Artikel aus der Berliner Zeitung. Die Kaufkraft ist da (das hat vor längerer Zeit auch eine Untersuchung gezeigt), nur wird dann woanders eingekauft. Mit dem Auto oder der Monatskarte kein Problem, wer aber jedesmal einen Fahrschein kaufen muß, wird schon eher fragen, warum er die Dinge, die über den täglichen Grundbedarf hinausgehen, nicht im Kaufhaus um die Ecke kaufen kann (oder auf den Online-Handel ausweichen muß).

  44. 394
    H. E. says:

    Im aktuellen MoPo Wochenend-Extra ist der große Artikel „Selbst im Keller wird verkauft“. Darin geht es um die Erweiterung der Verkaufsflächen an Tauentzien und Kudamm.

    Vorhanden sind 280 000 qm und dazu kommen sollen 100 000 qm. Die Journalistin meint, das sei mehr als ein Viertel mehr. Sie kann offenbar nicht rechnen, denn es sind genau 35,7 % mehr, also mehr als ein Drittel !!!
    Davon sollen 30 000 zusätzlich am Kudamm-Karree und 40 000 qm zusätzlich auf dem Karstadt-Areal Kudamm 231 entstehen. Letzteres wird lt. Artikel projektiert vom Investor Harald Huth.

    Um deutlich zu machen, um welche Größenordnung es sich bei den 100 000 qm zusätzliche Verkaufsfläche handelt: Das entspricht ca. 14 Spielflächen wie im Olympiastadion.

    Dazu kommen dann demnächst noch die 76 000 qm am Leipziger Platz, was ca. 11 Spielflächen entspricht.

  45. 395
    Mignon Gräsle says:

    War letztens im Karstadt, ehemals Wertheim, Kudamm, essen, oben – schönes Ambiente, Kudamm-Preise – auch verhältnismäßig viele Leute beim essen – ansonsten gähnende Leere. Jetzt will der neue Käufer (ein Euro!) noch nebenan Häuser dazu kaufen und eine Shopping Mall einrichten – noch eine!
    Das neue Sport-Wetten-Café im ehemaligen Schlecker bekommt nach „ecke“ jetzt Schwierigkeiten, weil es sich nur als Sport-Café bezeichnet hatte. (389)

  46. 396
    blazze says:

    man macht nun einen ähnlichen fehler wie in den nachkriegsjahren bis in die 80er hinein. damals war es die autogerechte stadt. heute, mit vergleichbarem muster, die shoppinggerechte stadt. das vorliegende konzept ist eine blaupause für diese unnachhaltige stadt- und raumplanung. man kann nur hoffen, dass der widerstand stark genug ist, um dieses shoppinggerechte konzept zu verhindern. der mittelständische einzelhandel im kiez wird einpacken können, die mall wird weiter für umverteilungen von unten nach oben sorgen. denn nur ketten mit niedriglohn werden dort einziehen. es ist wahnsinn, wenn bürger das zulassen, eigentlich. und es ist erfreulich, dass sich mehr und mehr leute so etwas nicht mehr gefallen lassen. wir müssen und wollen hier schließlich leben. ein integriertes konzept ist erforderlich, dass den kiez strukturell entwickelt. mit bürgerpartizipation. es wurde sich mal wieder verdammt einfach gemacht, schnell verkauft, schnell abprivatisiert, mit der schande leben müssen die anwohner. wie beim gesundbrunnencenter zb.

  47. 397
    H. E. says:

    Nicht nur, dass die Berliner Politik auf dem Wohnungssektor völlig versagt hat und Tausenden Berlinern Angst und Schrecken bereitet hat und immer noch bereitet: Nein, nun wird es auch für Künstler ein Problem, da immer mehr Atelierhäuser in „schicke“ Eigentumswohnungen und natürlich auch in ach so notwendige Shoppingcenter umgewandelt werden sollen:

    Siehe gestern im Tagesspiegel den informativen Artikel „Atelier ade“. Den Link dazu konnte ich leider nicht finden.

    Betroffen sind auch auf dem Schultheiss-Gelände 30 Künstler. Oder gibt es dort schon ein Konzept zum Erhalt der Ateliers, hat sich die BVV dazu überhaupt jemals Gedanken gemacht, oder die Stadtteilvertretung oder das vom Bezirk bezahlte Geschäftsstraßenmanagement ???

  48. 398
    Mignon Gräsle says:

    Zu 397: öffentliche BVV Sitzung am 18. September, ab 17:30, Rathaus Mitte, U-Bahn Schillingstraße.
    Die Bebauung des Schultheiss-Geländes, sowie die geplante Tiefgarage wurde anderweitig entschieden – weder das Koordinierungsbüro, Kosp, noch das Geschäftsstraßenmanagement, noch die Stadtteilvertretung, die einen Beschluss nach dem anderen ins wolkige Off schickt, wurde mit einbezogen!
    Klaro haben wir uns Gedanken gemacht: wie das Gelände behutsam saniert werden könnte – und die Gewerbetreibende, denen nicht geholfen ist, wenn sie anderswo einen Standort bekommen, und die Künstler… und noch Boden unversiegelt bleiben könnte… und Bäume erhalten bleiben könnten… Träumen ist nicht verboten…
    Möglicherweise wird am 18. September über eine öffentliche Veranstaltung entschieden, welche eine Diskussion mit den Politikern beinhaltet zum Zentrum Moabitis – ob es was ändert ist die andere Frage – das Gelände ist in Privatbesitz, und die Bebauung genehmigt!

  49. 399
    taylan says:

    ich glaube, hier wird die Jugendverkehrsschule wird gerade mit dem Schultheiss-Gelände vertauscht.

  50. 400
    Mignon Gräsle says:

    Nee – hier wird nichts vertauscht – über die Jugendverkehrsschule kann man sich auch Gedanken machen – alles die gleiche Gegend – Zentrum von Moabit!
    Wie soll dieses Zentrum Lebensqualität mäßig aussehen?
    Die Thusnelda Allee ist jetzt wieder für den Verkehr geöffnet – die schönen Zeiten sind vorbei!
    Auf der BVV Sitzung am 18. September, ab 17:30 soll eine Veranstaltung besprochen werden, wobei es sich nicht nur um die Jugendverkehrsschule dreht – so besprochen auf der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 27. August.