So können Sie mitmachen!

Straßenbahnverlängerung bis U-Bahnhof Turmstraße

Bürger und Experten diskutieren Trassenvarianten.

Rund ein Jahr nachdem die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt im Stadtteilplenum Moabit West die Ergebnisse einer Untersuchung zur Trassenbewertung von Varianten zur Verlängerung der Straßenbahnverbindung vom Berliner Hauptbahnhof bis zum U-Bahnhof vorgestellt hatte, präsentierte die Senatsverwaltung am 5. März 2015 in der Heilandskirche vertiefende Untersuchungen zu den zwei grundsätzlichen Varianten der Streckenführung zum vorläufigen Endpunkt und bot anschließend den über 100 Besuchern – größtenteils aus Moabit, aber auch weiteren am Fachthema interessierte Menschen, nicht zuletzt von BVG und Fahrgastverband – die Möglichkeit in Einzel- und Gruppengesprächen mit anwesenden Planern Fragen zu den beiden vorgestellten Trassenvarianten zu stellen, ihre Meinungen kundzutun und Anstöße für weitere fachliche Betrachtungen zu geben. Denn die ursprüngliche Trassenbewertung der Vor- und Nachteile der einzelnen Trassen, hatte keinen klaren Trassenfavoriten ausgewiesen, zudem beinhaltete sie auch nicht eine Bewertung der später beabsichtigten Weiterverlängerung über den U-Bahnhof Turmstraße hinaus. Der Stadtentwicklungsplan Verkehr 2025 (StEP) der Senatsverwaltung beinhaltet als „Infrastruktur-Langfristvorhaben“ eine Weiterführung der Straßenbahnstrecke über die Turmstraße – Beusselstraße – Seestraße bis Virchow-Klinikum, wo sie an die bestehende Straßenbahnstrecke kommend von der Bornholmer Brücke anschließt. Nicht im StEP, aber auch in Diskussion, ist eine Weiterführung nach Charlottenburg bis Mierendorffplatz / Jungfernheide.

Nach einer Darstellung zum Ablauf und den Beteiligten eines Straßenbahnplanungsverfahrens durch Dr. Imke Steinmeyer, verantwortlich in der Senatsverwaltung für Grundsatzangelegenheiten der Verkehrspolitik und Verkehrsentwicklungsplanung präsentierte Matthias Horth, Leiter der für den ÖPNV zuständigen Abteilung der Senatsverwaltung, die Überlegungen der Fachplaner:

Straßenbahn in Invalidenstraße

Wo die Linie M5 nach links in die Kehrschleife abbiegt, wird die Linie M10 nach der Streckenverlängerung bis U Turmstraße nach rechts in Alt-Moabit weiterfahren

Befahren werden soll die Strecke im 10-Minuten-Takt von der Linie M10. Die Linien M5 und M8 werden dagegen nicht bis zum U-Bhf. Turmstraße verlängert, sondern weiterhin die Kehrschleife über die jetzige Endhaltestelle „Lüneburger Straße“ in Alt-Moabit zurück fahren.

  • Die Trassenvariante 1 „Turmstraße“ führt vom Hauptbahnhof über die Invalidenstraße – Alt-Moabit, Rathenower Straße und Turmstraße bis zum U-Bahnhof Turmstraße. Die Streckenlänge beträgt 2,2 km, Bahnkörperanteil 75%, 5 neue Haltestellen (einschließlich Lesser-Ury-Weg) vom Hauptbahnhof bis U-Bhf. Turmstraße, Kosten 19,6 Mio. €.
  • Die Trassenvariante 2 „Alt-Moabit“ führt vom Hauptbahnhof über die Invalidenstraße und Alt-Moabit bis zur U-Bahnhof Turmstraße in Alt-Moabit. Die Streckenlänge beträgt 2,1 km, der Bahnkörperanteil 60 %, die Kosten 18,5 Mio. €, auf dieser Strecke sind nur 4 neue Haltestellen (wiederum einschließlich Lesser-Ury-Weg) vorgesehen.

Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für beide Trassenvarianten habe die Wirtschaftlichkeit ergeben, so Matthias Hort. Er stellte anschließend verschiedene Problemstellungen der Planer dar: Schon bei der in beiden Trassenvarianten enthaltenen Tram-Haltestelle am Lesser-Ury-Weg wird beim Einbau des zweiten Gleises kommend von der Invalidenstraße eine Veränderung fällig: auf Grund gesetzlicher Änderungen ist nunmehr eine barrierefreie Haltestellenausführung zwingend vorgeschrieben.  Für die im weiteren Verlauf der beiden Grundvarianten stellte Horth zu Details der Aufteilung des Straßenraums  und Ausführungsvarianten der künftigen Haltestellen und auch der notwendigen Kehreinrichtungen hinter den jeweiligen End-Haltestellen am U-Bhf Turmstaße  dar, bevor  in zwei Gruppen anhand der Planunterlagen beider Trassenvarianten in Einzel- und Gruppengesprächen die Planer Fragen beantworteten, Meinungen notierten und auch etliche zusätzliche Anregungen für weitere vertiefende Betrachtungen aufnahmen.

Nicht in der ursprünglichen Bewertung für die beiden vorgestellten Trassenvarianten enthalten ist die Betrachtung der Verlängerungsmöglichkeit weiter durch die Turmstraße. Dies ist jedoch aufgrund der unterschiedlichen Endhaltestellenlagen am U-Bahnhof Turmstraße notwendig. Denn während die Variante 1 „Turmstraße“ die Strecke einfach durch die Turmstraße weitergeführt werden kann, müsste bei der Variante 2 „Alt-Moabit“ von der in Alt-Moabit gelegenen Haltestelle U-Turmstraße die Straßenbahn durch die Thusnelda-Allee in die Turmstraße geführt werden –  es sei denn, man wollte die Straßenbahnen gar über die hoch mit Verkehr belastete Stromstraße von Alt-Moabit auf die Turmstraße führen. Die Thusnelda-Allee ist jedoch zu kurz, als das die Straßenbahn beim Wechsel zwischen Alt-Moabit und Turmstraße bei einem notwendigen Halt zwischen die Fußgänger-Ampelquerungen von Alt-Moabit und Turmstraße passt – daher müssten die Ampelanlagen jeweils eine direkte Durchfahrt durch die Thusnelda-Allee ermöglichen. Die Betrachtung dieser Problemstellung, aber auch zur Erschließungsfunktion von Wohngebieten, Geschäften, Krankenhaus und Gerichtsstandort, Büros und anderen Betrieben, der geringeren Behinderung der Straßenbahn durch den motorisierten Individualverkehr – z.B. bei Variante 2 „Alt-Moabit“ an der Einengung von Alt-Moabit in Bereich der Kirchstraße – ergaben in der Bewertung durch die Besucher der Veranstaltung ein deutliches Votum für die Trassenvariante 1 „Turmstraße“.

Die Mitarbeiter der Senatsverwaltung zeigten sich beeindruckt von der hohen fachlichen Qualität in den Gesprächen mit den Veranstaltungsteilnehmern. Und so nahm Matthias Horth nicht nur das deutliche Votum für die Variante 1 „Turmstraße“ mit zurück in die Senatsverwaltung, sondern will auch verschiedene konkrete Anregungen fachlich überprüfen lassen: So soll die Idee, auf einem Teilstück die Straßenbahn statt in Mittellage in Seitenlage zu führen und so die Umsteigesituation zur U9 zu verbessern, als Alternative geprüft werden. Auch eine Verschiebung der Lage der Haltestelle Turmstraße Ecke Rathenower Straße hin zum Abschnitt zwischen Pritzwalker- und Wilsnacker Straße wird im Hinblick auf eine verbesserte Erschließung betrachtet werden. Und auch eine Betrachtung der vom Investor des Schultheiss-Areals geplanten Tiefgarageneinfahrt wird noch betrachtet, wenngleich dieses Problem nicht als gravierend eingeschätzt wird. Nicht zuletzt mahnten Teilnehmer auch an, umgehend auch die Planung für die Weiterführung der Straßenbahn über U-Bahnhof Turmstraße hinaus anzugehen.

Die Senatsverwaltung will die in der Veranstaltung gezeigte Präsentation und auch die Dokumentation zur Veranstaltung über die Website des „Aktives Zentrum Turmstraße“ bereitstellen lassen.
Wer sich schon vorab einen Eindruck verschaffen möchte, findet Reproduktionen der Präsentation und von den ausgestellten Planunterlagen unter diesem Link eines Veranstaltungsbesuchers.

Der frühere Artikel „Straßenbahn nach Moabit“ anlässlich der Vorstellung einer BUND-Präsentation im Mai 2009 beim Stadteilplenum Moabit und Nachträgen enthält die bisherigen Kommentare zum Thema Straßenbahn nach Moabit.

Nachtrag:
Antrag von CDU und SPD zur Straßenbahnverlängerung (Drs. 1983/IV) für die BVV vom 19.3.15.

Die Präsentation der Senatsverwaltung wurde am 9.4.15 auf der Website des „Aktives Zentrum Turmstraße“ bereit gestellt.

Seite der Senatsverwaltung zur Straßenbahnverlängerung Hauptbahnhof bis Turmstraße mit der Präsentation zur Öffentlichkeitsbeteiligung am 5.3.2015 und einer Zusammenfassung der Erkenntnisse.

Die Entscheidung ist für die Trasse durch die Turmstraßen gefallen (Berliner Zeitung).

Ein neuer Vorschlag für die Weichen und Haltestelle Turmstraße (Berliner Woche).

Jetzt hat der BUND Berlin e.V. einen Vorschlag für die Trassenführung auf Rasengleis in südlicher Seitenlage auf der Turmstraße von Rathenower Straße bis U-Bahnhof Turmstraße einschließlich der Kehreinrichtung und der Verlängerungsmöglichkeit z.B. bis S/U Jungfernheide (über Huttenstr. – Wiebestr. – Kaiserin-Augusta-Allee) veröffentlicht. Im Artikel sind für an mehr Information drei PDF-Datei dazu verlinkt: BUND-Alternativvariante Turmstraße, Karte BUND-Variante Turmstraße, Abb. Querschnitt Turmstraße

Artikel im Tagesspiegel und die Berliner Woche über das weitere Procedere.

Berliner Morgenpost schreibt „Tram durch die Turmstraße ab 2020“.

Tagesspiegel zur Straßenbahnstrecke nach Moabit, aber dieser Satz ist etwas merkwürdig: „Jahrelang wurde diskutiert, ob die Gleise durch die Invalidenstraße oder die Turmstraße nach Moabit verlängert werden.“

 

Nachtrag vom 19.09.2017
Dialog-Veranstaltung zu den Voruntersuchungen für eine Verlängerung der Straßenbahn über den U-Bhf. Turmstraße hinaus

Nach aktuellen Planungen wird die  Verlängerung der Straßenbahnstrecke vom Hauptbahnhof bis zum U-Bahnhof Turmstraße im Jahr 2020 in Betrieb gehen. Im Hinblick auf die langfristige Netzentwicklung ist auch der Endpunkt an der Turmstraße nur als Zwischenschritt zu betrachten.

Im aktuellen Stadtentwicklungsplan Verkehr (StEP Verkehr) ist eine Verlängerung der Straßenbahn vom U-Bahnhof Turmstraße bis zum Virchow-Klinikum als Infrastruktur-Langfristvorhaben enthalten. Am Virchow-Klinikum würde eine Verknüpfung mit dem bestehenden Straßenbahnnetz hergestellt werden. Dadurch könnten neue Nachfragerelationen im ÖPNV abgebildet werden. Im Verlauf der Trasse bestünde am S-Bahnhof Beusselstraße zudem eine Umsteigemöglichkeit zum S-Bahn-Ring.

Der StEP Verkehr und der Koalitionsvertrag der Landesregierung weisen zudem auf eine Verlängerungsoption der Straßenbahn vom U-Bahnhof Turmstraße zum U-Bahnhof Mierendorffplatz (U7) hin. Dabei wäre auch eine Fortführung bis zum Bahnhof Jungfernheide (Regional-, S- und U-Bahn) vorstellbar.

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz lädt zu einer Dialogveranstaltung über die weitere(n) Straßenbahnverlängerung(en) über den U-Bahnhof Turmstraße hinaus als sogenannte „frühe Öffentlichkeitsbeteiligung“ am Dienstag, 17. Oktober 2017, 18 Uhr in der Reformationskirche, Beusselstraße 35, insbesondere Bürger*innen in Moabit West und dem Bereich Mierendorff-Insel ein.

In der Veranstaltung soll gemäß § 25 Abs. 3 VwVfG frühzeitig über die Ziele des Vorhabens, die Mittel, es zu verwirklichen, und die voraussichtlichen Auswirkungen des Vorhabens unterrichtet und der betroffenen Öffentlichkeit soll Gelegenheit zur Äußerung und zur Erörterung gegeben werden.

Die Voruntersuchungen zur Straßenbahnverlängerung sind im Januar 2017 gestartet und nun so weit gediehen, dass die Bürger*innen vor Ort frühzeitig einbezogen werden können. Der Untersuchungsraum beinhaltet die Verkehrskorridore vom U-Bahnhof Turmstraße bis zum Virchow-Klinikum einerseits sowie zum Bahnhof Jungfernheide andererseits und erstreckt sich über zwei Bezirke, Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf.

Die Untersuchungskorridore zur weiteren Straßenbahnnetzerweiterung über U-Turmstraße hinaus, Quelle: SenUVK

Derzeit wird aus einem Spektrum möglicher Varianten der Streckenführung die Vorzugsvariante ermittelt. Anschließend ist deren Machbarkeit nachzuweisen und die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme zu untersuchen.

Die Kosten der Straßenbahnneubaustrecke können erst mit Festlegung der Vorzugstrasse abgeschätzt werden.

Der Abschluss der Untersuchungen ist für Ende des Jahres 2017 vorgesehen. Zur Online-Beteiligung.

2 Artikel über die Veranstaltung im Tagesspiegel (mit schon mal einem Fehler in der Überschrift) und in der Berliner Woche.

 

Infoveranstaltung der BVG zur Straßenbahnnetzerweiterung vom Hauptbahnhof zum U-Bhf. Turmstraße
am 15.11.2017, 19 Uhr, Heilandskirche

Bei der Dialogveranstaltung zur Straßenbahnnetzerweiterung über die Turmstraße hinaus gab die Senatsverwaltung auch den Termin für eine Infoveranstaltung zur konkreten Planung der Straßenbahnstrecke bis U Turmstraße bekannt: Die Veranstaltung der BVG als Vorhabenträger zusammen mit der Senatsverwaltung als Aufgabenträger wird am Mittwoch, 15.11.2017, 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) in der Heilandskirche, Thusnelda-Allee 1 stattfinden. Die Veranstaltung findet im Vorfeld der Auslegung der Pläne des förmlichen Planfeststellungsverfahrens statt.

Ankündigungstext der BVG zur Veranstaltung am 15.11.2017:

Die Strecke der Tram M10 (S + U War­schauer Straße ?? S + U Haupt­bahnhof) soll bis zum U-Bahn­hof Turm­straße verlängert werden. Damit werden die Berliner Verkehrs­betriebe (BVG) im Auftrag der Senats­verwaltung für Umwelt, Verkehr und Klima­schutz ihr Verkehrs­angebot für Sie weiter ausbauen.

Das Projekt steht kurz vor dem Planfeststellungsverfahren. Deshalb möchte die BVG mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und das Bauvorhaben erläutern: Wie sehen die Planungen aus? Was passiert bei der Planfeststellung? Wann wird gebaut? Fachleute der BVG und der Senatsverwaltung beantworten dazu gern Ihre Fragen.

Visualisierung der Straßenbahn-Haltestelle U-Turmstraße, © Ing. Büro Dipl.-Ing. H. Vössing

Berichte in Tagesspiegel und Berliner Zeitung über die Veranstaltung in der Heilandskirche.  Allerdings ist die Auslegung der Planunterlagen nicht, wie der Tagesspiegel schreibt, nächste Woche, sondern ungefähr von Mitte Dezember 2017 bis Ende Januar 2018 zu erwarten, wurde gesagt. Auf der Seite der Senatsverwaltung zur Straßenbahnverlängerung Hauptbahnhof bis Turmstraße ist die Präsentation vom 15.11.2017 eingestellt worden.

In einer Pressemitteilung hat Senatorin Regine Günther am 23.11.2017 den Zeitraum der Auslegung der Planfeststellungsunterlagen bekannt gegeben. Überraschenderweise beginnt demnach die Auslegung schon im November 2017.

Die Planfeststellungsunterlagen können von allen Bürgerinnen und Bürgern eingesehen werden:

Wann: 27. November 2017 bis einschließlich 05. Januar 2018

Montag bis Mittwoch: 08.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Donnerstag: 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Freitag: 08.00 Uhr bis 13.00 Uhr
sowie nach telefonischer Vereinbarung: 030-901833-600

Wo: Bezirksamt Mitte von Berlin,
Abt. Stadtentwicklung, Soziales und Gesundheit
Rathaus Tiergarten
Mathilde-Jacob-Platz 1, Raum 325
10551 Berlin
Telefon: 030-901833-600

Jeder, dessen Belange durch das Bauvorhaben berührt werden, kann bis spätestens zwei Wochen nach Beendigung der Auslegung, das ist bis einschließlich 19. Januar 2018 (maßgebend ist der Eingang in der Verwaltung), Einwendungen bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, IV E 3, Postanschrift: Am Köllnischen Park 3, 10179 Berlin (während der Auslegungszeit auch am Auslegungsort) schriftlich oder zur Niederschrift (Raum Ru 19) oder in elektronischer Form mit einer qualifizierten Signatur im Sinne des Signaturgesetzes versehen an die E-Mail-Adresse post@senuvk.berlin.de erheben. Die Einwendungen müssen das Bauvorhaben bezeichnen sowie den geltend gemachten Belang und dessen Beeinträchtigung erkennen lassen.

Die vollständige Pressemitteilung
Bekanntmachung im Internet zur öffentlichen Auslegung der Planunterlagen


Auslegung eines aktualisierten Plans für die Straßenbahnneubaustrecke von Hauptbahnhof bis zum U-Bhf. Turmstraße

Aufgrund von Einwendungen zur im Rahmen des Planfeststellungsverfahren vom 27.11.2017 bis 05.01.2018 ausgelegten Straßenbahnplanung hat der Vorhabenträger (BVG) einen aktualisierten Plan erstellt. Das geänderte Schallgutachten weist eine größere Anzahl erstmalig und stärker betroffener Immissionsorte aus. Diese Betroffenen werden durch die erneute Auslegung beteiligt.

Der aktualisierte Plan liegt vom 14. Oktober bis einschließlich 13. November 2019 aus im Rathaus Tiergarten, Mathilde-Jacob-Platz 1, Raum 325, 10551 Berlin montags bis mittwochs von 08:00 bis 16:00 Uhr, donnerstags von 10:00 bis 18:00 Uhr und freitags von 08:00 bis 13:00 Uhr.
Donnerstags von 12:00 bis 17:00 Uhr werden Mitarbeitende der Vorhabenträgerin zu Erläuterungen und Auskünften am Auslegungsort zur Verfügung stehen.

Jeder, dessen Belange von den Planänderungen berührt werden, kann bis spätestens zwei Wochen nach Beendigung, das ist bis einschließlich 27. November 2019 (Eingang in der Verwaltung) Einwendungen vorbringen.

Die Bekanntmachung und die zur Einsicht ausgelegten Unterlagen sind seit dem Tag der offiziellen Bekanntmachung (11.10.2019) im Berliner Amtsblatt bis zum Ende der Einwendungsfrist auf der Internetseite http://www.berlin.de/planfeststellungen sowie im UVP-Portal (Portal für Umweltverträglichkeitsprüfungen) des Landes Berlin veröffentlicht.

Bekanntmachung:
https://www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik_planung/planfeststellungen/de/oepnv/bekanntmachung_u-bahn-turmstrasse.shtml

Planungsunterlagen im UVP-Portal:
https://www.uvp-verbund.de/trefferanzeige?docuuid=FCB8FB93-E940-4E9F-83F8-F21B4DBD0123&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-be&docid=FCB8FB93-E940-4E9F-83F8-F21B4DBD0123

 


Auslegung des Planfeststellungsbeschlusses

Der Planfeststellungsbeschluss zur Straßenbahnneubaustrecke Hauptbahnhof bis U-Bhf. Turmstraße wird vom 25.01.2021 bis einschl. 08.02.2021, von Montag bis Freitag zwischen 9 und 14 Uhr im Dienstgebäude der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Rungestraße 29, 10179 Berlin (Zugang über: Am Köllnischen Park 3) ausgelegt. Der Planfeststellungsbeschluss (wird den Beteiligten, über deren Einwendungen entschieden worden ist, zugestellt. Mit dem Ende der Auslegungsfrist gilt der Beschluss gegenüber den übrigen Betroffenen als zugestellt (§ 74 Abs. 4 Satz 3 Verwaltungsverfahrensgesetz).

Mehr Infos dazu: https://www.berlin.de/sen/uvk/verkehr/verkehrsplanung/planfeststellungen/bekanntmachungen/tram-turmstrasse/

Der Planfeststellungsbeschluss und die dazugehörigen Einzel-Dateien sowie eine ZIP-Datei (215.9 MB ) aller Unterlagen steht auf UVP-Verbund bereit unter:
https://www.uvp-verbund.de/trefferanzeige?docuuid=FCB8FB93-E940-4E9F-83F8-F21B4DBD0123&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-be&docid=FCB8FB93-E940-4E9F-83F8-F21B4DBD0123

Laut am 18.01.2021 veröffentlichter Pressemitteilung von SenUVK zum erfolgten Planfeststellungsbeschluss soll der Baustart in diesem Jahr erfolgen und die Strecke voraussichtlich im ersten Halbjahr 2023 in Betrieb gehen. SenUVK weist darauf hin, dass der Planfeststellungsbeschluss nur den Streckenverlauf der Straßenbahn betrifft – die Fahrbahnmarkierungen für Radstreifen und Kfz-Spuren werden noch an die neuen Standards des Berliner Mobilitätsgesetzes angepasst.

 


Informationen von der Online-Informationsveranstaltung der BVG zum Bauablauf am 06.07.2021

Am 07.07.2021 stellte die BVG die in der „Anwohner-Informationsveranstaltung“ gezeigte Präsentation zum Baubeginn und Verlauf der Baumaßnahmen als PDF-Datei (4,8 MB) zur Verfügung.

Die Neubaustrecke ist in fünf Bauabschnitte aufgeteilt: Invalidenstraße, Alt-Moabit, Rathenower Str., Turmstraße östl. Stromstr. und Turmstr. westlich Stromstraße. Jeder Bauabschnitt wird in verschiedene Bauphasen gegliedert, die neben den baulichen auch Verkehrsführungspläne bzw. Sperrungen beinhalten. An allen Bauabschnitten werden nach Mobilitätsgesetz die jeweils relevanten Verkehrszeichenpläne, die derzeit noch erstellt werden, vor Ort und barrierefrei ausgehangen.

Konkrete „Begleitende Kommunikation“ zum Bauablauf und zu Schallemissionen ist vorgesehen ab dem Spatenstich zum Baubeginn am 11.08.2021, der am Bau des Gleichrichterwerks für die Straßenbahn erfolgt. Baubeginn an der Strecke mit parallelen Leitungsarbeiten ist am 23.08.2021.

Eine Möglichkeit für Nachfragen von Anwohner*innen gab’s bei der Online-Veranstaltung nicht, Nachfragen können aktuell vielmehr per Email an die BVG gerichtet werden.

Fragen zum Baugeschehen an Johannes Reinoso Guerra, Kommunikationsbeauftragter Neubaustrecken, BVG: Anlieger.Turmstraße@bvg.de
Fragen zu Schallemissionen an Stefan Becker, Geschäftsführer BeSB (Schalltechnisches Büro): baulaerm.turmstr@besb.de
Fragen allgemeiner Natur: info@bvg.de

Das Unternehmen STRABAG wird die Tiefbauarbeiten an der Strecke durchführen und ist verpflichtet die Müllentsorgung zu gewährleisten. Dazu werde die STRABAG Absprachen mit der BSR und weiteren Müllentsorgungsbetrieben führen. Während der Bauarbeiten werden die Zufahrten zu den Grundstücken gewährleistet.

Gewerbetreibende, die durch eine mindestens 3 Monaten andauernde Baumaßnahme des Landes Berlin in der Existenz bedroht sind (Download Merkblatt), können sich zu Beihilfen weitergehend informieren bei:
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Geschäftsstelle des Ausschusses für Räumungsbetroffene
Frau Mille
Martin-Luther-Str. 105, 10825 Berlin
Tel.: 030 9013–7877
Fax: 030 9013–7539
E-Mail: christine.mille@senwtf.berlin.de

152 Kommentare auf "Straßenbahnverlängerung bis U-Bahnhof Turmstraße"

  1. 151
    Netzgucker says:

    Tja wie das so ist – der eigene Blickwinkel – Straßenbahnanimation vom Hauptbahnhof zum U-Bhf. Turmstraße:
    https://www.moabit.net/15713
    https://www.youtube.com/watch?v=7w7iVr7hak4&t=2s

  2. 152
    Susanne says:

    Ist doch ne sehr schöne Zukunftsvision – ohne das ganze Blech!

Schreibe einen Kommentar

Beachte bitte die Netiquette!