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Sieger Entwurf „Hochhaus am Nordhafen“

Visualisierung "Hochhaus am Nordhafen"

Visualisierung „Hochhaus am Nordhafen“ von Friedrich-Krause-Ufer Ecke Perleberger Brücke aus. © Kleihues+Kleihues / CA Immo

Der Siegerentwurf eines von der CA Immo aus­ge­lob­ten zwei­pha­sigen Wett­be­werbs (städte­bau­licher Entwurf in der 1. Phase und Archi­tektur in der 2. Phase) für das Gebäude­en­semble „Campus am Nord­hafen“ stammt vom Archi­tek­tur­büro Kleihues + Kleihues, Berlin. Das 8.300 m² große künftige Bau­feld befindet sich am nörd­lichen Rand der „Europa­city“ süd­lich der Perle­berger Brücke und west­lich der Heide­straße. Auf der Ost­seite der Heidestraße grenzt eine öffent­liche Grünf­läche bis an das Ufer des Nord­hafens an. Immo­bilien­wirt­schaft­lich sieht die CA Immo die Posi­tio­nierung der Immo­bilie im Top-Miet­preis­segment für Gewerbe- und Einzel­handels­flächen (im ersten Voll­geschoss) vor. Für die Gewerbe­flächen sollten die Archi­tektur­büros von einer klein­tei­ligen Nutzung (Multi-Tenant) aus­gehen mit Miet­berei­chen in flexi­blen Größen und unter­schied­lichen Aus­prä­gungen. Das Planungsrecht für die Baufläche wurde im September 2016 innerhalb des Bebauungsplans 1-62a festgesetzt.

Das nunmehr geplante Gebäude wird über rund 34.000 m² Bruttogrundfläche (BGF) verfügen. Der Entwurf von Kleihues + Kleihues staffelt sich in drei Schritten auf einen rund 69 Meter hohen Endpunkt im Norden. Prägend für die Gestaltsprache des Entwurfs ist eine geschwungene Klinkerfassade, die durch ihre Materialität einen abstrakten Bezug zu historischen Berliner Gewerbebauten herstellen soll. Die Jury überzeugten neben den nötigen funktionalen und gestalterischen Qualitäten des Entwurfs von Kleihues + Kleihues vor allem die Bezüge, die das geplante Solitärgebäude mit der Umgebung herstellt. In der Begründung der Jury heißt es dazu: „Als freie Form sitzt das Gebäude so auf dem Grundstück, dass es unterschiedliche Freiraumsituationen ausbildet: Vorplätze zur Heidestraße und zur Perleberger Straße, die als direkter Bezug zum Nordhafenbecken wirken und einen platzartigen Erschließungshof als Vorfahrt zur Westseite. Wie selbstverständlich ergibt sich eine Eingangssituation, die ideal am Schnittpunkt der beiden im Grundriss 3-flügeligen Gebäudeteile gelegen ist.

Visualisierung „Hochhaus am Nordhafen“ von Friedrich-Krause-Ufer Ecke Perleberger Brücke aus. © Kleihues+Kleihues / CA Immo

Weiter­hin über­zeugt der Entwurf die CA Immo vor allem auch durch seine flexi­blen Grund­risse, die alle heute gängigen Büro­konzepte von der Einzel­ver­zim­merung bis zum Open Space in gleich effi­zienter Form zulas­sen. Hierzu trägt auch ein sehr hoher Fas­saden­anteil der denk­baren Arbeits­plätze bei, so dass alle Büro­formen mit einem Min­dest­maß an innen lie­gen­den Berei­chen auskom­men. Das „Hoch­haus am Nordhafen“ soll neben einem reprä­senta­tiven Foyer mit Empfang auch über ein Kon­fe­renz­zen­trum mit mehreren Be­spre­chungs­räumen ver­fügen. Kon­zeptio­nell vor­ge­sehen sind auch Co­working­flä­chen im Erd­geschoss, Fahr­rad­abstell­plätze und ein großer Fit­ness­bereich, der für alle Mit­arbei­te­r*innen der künf­tigen Mieter zugäng­lich sein soll. Die Fertig­stel­lung des Gebäudes ist laut CA Immo in Abhäng­ig­keit zur Markt­nach­frage in ca. 4,5 Jahren vorgesehen. 

 

Pressemeldung der CA Immo zum Wettbewerbsergebnis

4 Kommentare auf "Sieger Entwurf „Hochhaus am Nordhafen“"

  1. 1
  2. 2
    Netzgucker says:

    Hier gibt es einen guten Überblick über alle Projekte in der Europacity:
    http://europacity-berlin.de/projekte/#

  3. 3
    Netzgucker says:

    Diese Nachricht ist schon aus dem letzten Monat: Die Deutsche Kreditbank (DKB) mietet für 15 Jahre das Hochhaus am Nordhafen, das jetzt den merkwürdigen Namen „Upbeat“ bekommen hat – Baugeginn soll 2. Halbjahr 2021 sein, Fertigstellung 2025:
    https://europacity-berlin.de/ca-immo-schliesst-15-jaehrigen-mietvertrag-ueber-34-850-m%c2%b2-in-berliner-landmark-projektentwicklung-ab/

  4. 4
    H. E. says:

    Und das Gebäude glänzt ja so schön in der Abendsonne! Trotzdem wäre „Underground“ ein besserer Name.
    Bestimmt werden doch die Dächer begrünt und eine Dachterrasse und eine Skybar für die Öffentlichkeit vorgesehen. Was mich wundert: die Fassaden werden offenbar nicht begrünt. Das macht man doch heute eigentlich, um eine Hochhausplanung beliebter zu machen.
    In dem Artikel ist ja auch von einer Zertifizierung die Rede. Wie man ausgerechnet bei einem Hochhauskomplex bei der Nachhaltigkeit einen Standard „DGBN Gold“ ereichen will, ist mir ein Rätsel. Vom Steglitzer Kreisel z. B. wurde letztes Jahr bekannt, dass sogenannte „Kältedecken“ eingebaut werden, damit die Wohnungen im Sommer gekühlt werden können.

    Was natürlich auch interessant ist:
    Zur Zahl der Arbeitsplätze wird nichts gesagt. Aber es entsteht eine Nutzfläche von 34.850 Quadratmetern und wenn man pro Arbeitsplatz 20 qm annimmt, was viel ist, dann entstehen mindestens 1.750 Arbeitsplätze – und offenbar nicht eine einzige Wohnung.
    In der Europacity besteht ja eh schon ein krasses Mißverhältnis zwischen Wohn- und Arbeitplätzen. Daher kann man wohl sagen, dass die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit der Genehmigung dieses Bauvorhabens die Berliner Wohnungsnot und die täglichen Pendlerströme weiter vergrößert.

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