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Auf den Spuren vergessener Schriftstellerinnen: Ruth Rehmann "Illusionen"

29.03.2023 19:00 Uhr
Hansabibliothek
Altonaer Straße 15, 10557 Berlin

Auf den Spuren vergessener Schriftstellerinnen

Ruth Rehmann, ihr Roman “Illusionen” und die Wirtschaftswunderzeit

Am Mittwoch, 29. März 2023, um 19.00 Uhr stellt die Verlegerin Britta Jürgs Ruth Rehmann und deren Roman „Illusionen“ vor, der im AvivA Verlag anlässlich des 100. Geburtstags der Autorin kürzlich wiederaufgelegt wurde, herausgegeben mit einem Nachwort von Werner Jung.

Im verglasten Großraumbüro im 13. Stock eines großen Konzerns beginnt Samstagmittag das Wochenende. Und mit ihm eröffnet sich ein Panorama an Abenteuern und Enttäuschungen, Träumen und Illusionen. In ihrem 1959 erstmals veröffentlichten Roman „Illusionen“ erzählt Ruth Rehmann (1922–2016) vom Arbeitsalltag und den Wochenendvergnügungen dreier Frauen und eines Mannes und gewährt Einblick in deren Vergangenheit und Gegenwart – bis zur Rückkehr in den 13. Stock am Montagmorgen. Rehmanns Roman lässt ganz neue Facetten der Wirtschaftswunderzeit entdecken und beeindruckt auch heute noch durch seine Modernität.
1958 las Ruth Rehmann das Kapitel »Das erste Kleid« auf der Tagung der Gruppe 47 in Großholzleute. Bei der Abstimmung über den Preis der Gruppe unterlag sie schließlich jedoch Günter Grass.

Ruth Rehmann, 1922 geboren, besuchte nach dem Abitur im Jahre 1940 eine Dolmetscherschule für Englisch und Französisch in Hamburg. Danach begann sie ein Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Germanistik an den Universitäten Bonn und Marburg. Später arbeitete sie zeitweise als Lehrerin für Deutsch und Englisch, als Dolmetscherin sowie als Pressereferentin für diverse ausländische Botschaften in Deutschland. Gleichzeitig unternahm sie Reisen nach Algerien, Griechenland und Frankreich und begann mit der Veröffentlichung literarischer Arbeiten. Neben Romanen und Erzählungen hat sie auch zahlreiche Hörspiele verfasst. Eintritt frei.