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Auf den Spuren vergessener Schriftstellerinnen: Alice Berend

25.01.2023 19:00 Uhr
Hansabibliothek
Altonaer Straße 15, 10557 Berlin

Auf den Spuren vergessener Schriftstellerinnen:
Alice Berend und
„Die Bräutigame der Babette Bomberling“

Am Mittwoch, den 25.01.2023 um 19.00 Uhr, stellt die Herausgeberin Britta Jürgs (AvivA Verlag) in der Hansabibliothek die Autorin Alice Berend und deren Romane „Die Bräutigame der Babette Bomberling“, „Der Herr Direktor“ und „Dore Brandt“ vor und erzählt, wie es zur Wiederentdeckung kam.

Alice Berends Roman „Die Bräutigame der Babette Bomberling“ erschien ursprünglich 1915.
Babette Bomberling, jung und reizend, hat einen Makel: Die Familie verdankt ihren Wohlstand der väterlichen Fabrik für Särge. Mutter Bomberling, das Wohl der Tochter im Blick, sucht einen Bräutigam von Adel oder akademischem Stand. Sie schreckt nicht vor einer Schlankheitskur und einer Italienreise zurück, gerät an eine zwielichtige Heiratsvermittlerin und muss doch feststellen, dass zu guter Letzt alles anders kommt.
Witzig und ironisch schildert Berend eine illustre Gesellschaft von reich gewordenen Kleinbürgern und verarmten Adligen, Langzeitstudenten und aufstiegsbegierigen Parvenüs – ein vergangenes Berlin, das erstaunlich aktuelle Züge trägt.

Alice Berend, die 1875 in Berlin geborene Schwester der Malerin Charlotte Berend-Corinth, veröffentlichte vor allem zwischen 1910 und 1920 mit großem Erfolg zahlreiche Romane, die bei S. Fischer in Auflagen von mehreren hunderttausend Exemplaren erschienen und ihr den Ruf eines »weiblichen Fontane« einbrachten. 1933 wurden ihre Bücher von den Nationalsozialisten auf die »Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums« gesetzt. Als Jüdin verfolgt, emigrierte Alice Berend 1935 nach Italien, wo sie 1938 nach schwerer Krankheit mittellos starb. Eintritt frei.

Quelle: https://www.berlin.de/stadtbibliothek-mitte/aktuelles/pressemitteilungen/2023/pressemitteilung.1281024.php