So können Sie mitmachen!

Where Have All the Jasmines Gone: After/images

03.07.2020 16:00 Uhr
Art-Lab Berlin im iPhonedoctor
Perleberger Straße 60, 10559 Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kunst,

wir möchten Sie und ihre Freunde herzlich zum Eröffnungswochenende der Ausstellung After/images vom Freitag, 26. – 28. Juni, jeweils um 18.00 – 21:00 Uhr einladen.

KünstlerInnen:
Sadik Kwaish Alfraji, Khaled Barakeh, Chaza Charafeddine, Ghassan Halwani
Kuratiert von Charlotte Bank und Salah Saouli

Ausstellungstermine:
26. – 28. Juni, Freitag  – Sonntag 18 – 21 Uhr (Eröffnungswochenende)
03. – 19. Juli, Freitag – Sonntag 16 – 19 Uhr

Filmvorführung von Ghassan Halwanis Film Erased – Ascent of the Invisible um 19:00 an jedem der Eröffnungsabende

Mit dem Projekt Where Have All the Jasmines Gone wollen wir untersuchen, was 10 Jahre nach Beginn der Proteste des „Arabischen Frühlings“ von den anfänglichen Hoffnungen übrig bleibt, und gemeinsam mit Künstlern und Intellektuellen untersuchen, wo und in welcher Form Veränderungen spürbar sind, sowie die Möglichkeiten der Teilnahme von Kunst und KünstlerInnen an diesen Prozessen diskutieren.

Die Ausstellung After/images präsentiert die Werke von vier KünstlerInnen, die sich in ihrer Arbeit mit Fragen des Konflikts, der Erinnerung und des Traumas befassen. Sadik Kwaish Alfrajis Videos Ali‘s Boat (2014) und The House that My Father Built (2010) befassen sich mit Themen wie Zugehörigkeit und Erinnerung. Ali‘s Boat wurde von einem Brief des jungen Neffen des Künstlers in Bagdad inspiriert, in dem er sich wünschte, sein Brief und seine Zeichnung eines Bootes würden ihn von seinem Land in die Niederlande bringen, wo sein Onkel, der Künstler, lebt. In The House that My Father Built, erkundet der Künstler das Haus, in dem er aufgewachsen ist und folgt den Spuren seines Vaters, um lebendige Erinnerungen an die Kindheit und „eine schönere, bezaubernde Welt“, die jetzt verloren scheint, zurückzubringen.

 

NB. Sicherheitsmaßnahmen aufgrund der COVID 19-Pandemie

Bitte beachten Sie, dass der Zugang zur Ausstellung bestimmten Sicherheitsmaßnahmen unterliegt. Wir bitten alle unsere Gäste, eine Maske zu tragen und den Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Wir bitten Sie während des Eröffnungswochenende einen Besichtigungstermin zu vereinbaren: coordination.artlab.berlin.de@gmail.com

Chaza Charafeddine: Head #I from the series The Unbearable Lightness of Witnessing (2012)

Sadik Kwaish Alfrajis Videos Ali‘s Boat (2014) und The House that My Father Built (2010) befassen sich mit Themen wie Zugehörigkeit und Erinnerung. Ali‘s Boat wurde von einem Brief des jungen Neffen des Künstlers in Bagdad inspiriert, in dem er sich wünschte, sein Brief und seine Zeichnung eines Bootes würden ihn von seinem Land in die Niederlande bringen, wo sein Onkel, der Künstler, lebt. In The House that My Father Built, erkundet der Künstler das Haus, in dem er aufgewachsen ist und folgt den Spuren seines Vaters, um lebendige Erinnerungen an die Kindheit und „eine schönere, bezaubernde Welt“, die jetzt verloren scheint, zurückzubringen.

Khaled Barakehs Untitled Images (2014) zeigen Bilder von verschiedenen Online-Quellen, die verwundete, tote und trauernde Menschen an verschiedenen Kriegsschauplätzen in Syrien zeigen. Der Künstler hat die Figuren der Opfer ausgeschnitten und die Fläche leer und weiß gelassen. Die weiße Fläche wird nicht nur zur Metapher für den unersetzlichen Verlust geliebter Menschen während des Krieges, sondern auch für die Unmöglichkeit, die Realität des gewalttätigen Ereignisses zum Zeitpunkt seines Geschehens vollständig zu erfassen.

Chaza Charafeddines Fotoserie The Unbearable Lightness of Witnessing (2012) ist laut der Künstlerin eine „Hommage an Francis Bacon und an die Opfer der syrischen Revolution, die unter Folter in syrischen Gefängnissen starben“. Charafeddine versuchte, einen Weg zu finden, um den Schrecken der täglichen Zeugnissen von Gräueltaten in Syrien auszudrücken, und schuf eine Reihe performativer Fotografien, um mit Hilfe von verschiedenen Farben verzerrte Bilder ihres eigenen Gesichts zu erstellen, Bilder, die an Bacons Gemälde, aber auch an die Wunden von Folteropfern erinnern.

Ghassan Halwanis Film Erased – Ascent of the Invisible (2018) folgt der Spur einer der 17.000 Personen, die während des libanesischen Bürgerkriegs (1975-1990) verschwunden sind. Ausgehend von einem Bild an einer der Mauer in Beirut versucht der Film, die Geschichten der Vermissten zu erzählen und wie ihre Anwesenheit die libanesische Gesellschaft immer noch verfolgt.

 

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