So können Sie mitmachen!

Workshop zum Aufbau einer Berliner Mieter*innengewerkschaft

25.01.2020 17:00 Uhr
Stadtschloss Moabit – Nachbarschaftshaus
Rostocker Straße 32/32b, 10553 Berlin

Workshop zum Aufbau einer Berliner Mieter*innengewerkschaft

Wie so eine Gewerkschaft konkret aussehen kann, wollen wir mit euch am Wochenende vom 25.-26. Januar 2020 im Stadtschloss Moabit erarbeiten! Dazu treffen wir uns am Samstag, den 25.01. um 17 Uhr um in lockerer Runde um gemeinsam zu kochen und uns über Ziele, Motivationen und Konzepte auszutauschen. Am Sonntag treffen wir uns um 9:30 zum gemeinsamen Frühstück, ab 10 Uhr wollen wir in einem Workshop mit Holger Marcks analysieren, welchen Platz unsere Mieter*innengewerkschaft auf der Makroebene in der Mietenbewegung einnehmen soll, wie andere Mieter*innensyndikate funktionieren und wie wir Mieter*innen organisieren können. Dazu suchen wir Menschen, die motiviert sind mittel- und langfristig eine solche Gewerkschaft mit uns aufzubauen.

Fühlt euch herzlich eingeladen! Damit wir besser planen können schickt uns bitte  eine Mail zur Anmeldung an mietstreik@systemli.org.

25.-26. Januar 2020

Samstag: 17 Uhr gemeinsames Essen

Sonntag: 9:30 Frühstück, 10:00 bis 18:00 Workshop

Stadtschloss Moabit, Rostocker Straße 32 und 32 b, 10553 Berlin

Sonnabend 25.01.20
17.00 bis 21.00 Uhr in der Kantine vom Stadtschloss Moabit, Rostocker Str. 32, 10553 Berlin
Einführung, Kennenlernen der Teilnehmer, Erwartungen, welche Mietergewerkschaften gibt es EU weit, Diskussion und Ausklang bei Speis und Trank

Sonntag 26.01.20 Workshop von 10.00 bis 18:00 im Stadtschloss Moabit
09.30 Uhr Frühstück
10.00 Uhr Start Workshop
Makroebene

1)      Das Konzept Mietergewerkschaft

In diesem Block geht es darum, wie sich das Konzept Mietergewerkschaft theoretisieren lässt und welche praktischen Umsetzungen des Konzepts bzw. verwandte Praxen in Geschichte und Gegenwart bestehen – sowohl in Deutschland als auch international. In gemeinsamer Diskussion soll geklärt werden, wie sich zum einen relevante Erfahrungen auf die gegenwärtige Situation in Deutschland anwenden lassen und wie sich zum anderen das Konzept prinzipiell in die deutsche bzw. Berliner Mieterbewegung einfügen würde.

2)      Resonanzbedingungen einer Mietergewerkschaft

Dieser Block zielt auf ein besseres Verständnis der Interaktionsformen, die für den Erfolg einer Mietergewerkschaft relevant sind. Unter Rückgriff auf Erkenntnisse aus der Framing-Theorie und Protestforschung, wird zunächst ein Überblick über Wissen darüber geboten, wie Akteure sozialer Bewegungen erfolgreich mit der Öffentlichkeit interagieren, eine soziale Anschlussfähigkeit ihrer Ideen herstellen und effektiv ihre Zielgruppen mobilisieren. Anhand konkreter Erfahrungen aus der linken Praxis, soll dann gemeinsam diskutiert werden, was sich daraus für Programm und Strategie einer Mietergewerkschaft lernen lässt.

3)      Struktur und Funktionsweise einer Mietergewerkschaft

Der dritte Block widmet sich dann Erkenntnissen aus der Bewegungsforschung und Organisationssoziologie, mit denen sich verstehen lässt, welche Organisationsformen welche Ein- und Ausschlüsse erzeugen und wie nach Innen und Außen wirken. Damit soll ein besseres Verständnis für die Vor- und Nachteile verschiedener Gliederungs-, Entscheidungs- und Ausführungsmodelle geschaffen werden, deren tatsächlichen Effekte häufig andere sind als die, die sich die anwendenden Akteure von ihnen erwarten. Auch hier soll anhand eigener Erfahrungen diskutiert werden, was sich daraus für das organisatorische „Design“ einer Mietergewerkschaft lernen lässt.

4)      Der Aufbau einer Mietergewerkschaft

Im finalen Block soll sodann Praxiswissen vorgestellt werden, mit dem sich ein planmäßiger Aufbau von tragfähigen Organisationsstrukturen realisieren lässt, der nicht versandet oder an Gruppendynamiken zerschellt. Anhand konkreter Beispiele (positiv wie auch negativ) und aufbauend auf den Diskussionen der vorherigen Blöcke, könnten schließlich gemeinsam die Umrisse eine möglichen Aufbau- und Medienstrategie erarbeitet werden, welche die personellen Konstellationen und Ressourcen, das organisatorische Umfeld und die sozialen Zielgruppen sowie und die diskursiven und politischen Rahmenbedingungen im Blick hat.