So können Sie mitmachen!

White Saviours in Aktion? Ein kritischer Blick auf internationale Freiwilligendienste

11.09.2019 18:30 Uhr
Filmrauschpalast in der Kulturfabrik Moabit
Lehrter Straße 35 10557 Berlin

Auch dieses Jahr schaut 14,4km mit euch Filme und lädt ein zu diskutieren! Die erfolgreiche Film- und Diskussionsreihe wird fortgesetzt. Dieses Mal wird es de:kolonial. Ab Juli sind vier Veranstaltungen geplant.

  1. Veranstaltung: 10. Juli 2019: „Rassismus in Deutschland“: Film Afro.Deutschland (2017) von Jana Pareigis https://www.facebook.com/events/344982506393317/
  2. Veranstaltung: 14. August 2019: „Machtungleichheit und Widerstand in der Migrations- und Sicherheitspolitik zwischen EU und MENA-Region“
  3. Veranstaltung: 11. September 2019: „White Saviours in Aktion? Ein kritischer Blick auf internationale Freiwilligendienste“: Film H.O.P.E. was here
    https://www.facebook.com/events/451898908991096/
  4. Veranstaltung: 9. Oktober 2019: „Neokolonialismus in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen“

14,4km möchte mit der Film- und Diskussionsreihe ein differenzierteres Bild der gesellschaftlichen und politischen Realitäten in Nordafrika und dem Nahen Osten vermitteln und Besucher*innen zu einer intensiven und reflektierten Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema des Abends anregen.

In der diesjährigen Veranstaltungsreihe 14,4km de:kolonial wollen wir ein größeres Bewusstsein für die mehr oder weniger subtilen oder auch unbekannten Formen der Unterdrückung und Abhängigkeit im Verhältnis Europa-MENA (Middle East and North Africa) schaffen, bestehende Situationen kritisch analysieren und alternative Ansätze aufzeigen. In vier Veranstaltungen rund um die Themenkomplexe Rassismus/White Supremacy, Machtungleichheit und Widerstand in Migrations- und Sicherheitspolitik, White Saviourism und Neokolonialismus in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen laden wir zur Diskussion und Begegnung ein.

3. de:kolonial Film-und Diskussionsabend: „White Saviours“ in Aktion? Ein kritischer Blick auf internationale Freiwilligendienste

Der dritte Film- und Diskussionsabend behandelt das Thema „Internationale Freiwilligendienste – “White Saviors” in Aktion?“ und soll einen kritischen, aber konstruktiven Blick auf internationale Freiwilligendienste mit speziellem Fokus auf die MENA-Region werfen. Dabei soll durchaus auch Selbstkritik geübt und konstruktiv herausgearbeitet werden.
Viele Europäische Studierende und Jugendliche leisten Freiwilligenarbeit in Ländern des Globalen Südens inkl. der MENA-Region und lassen sich von Vermittlungsorganisationen eine Einsatzstelle vermitteln. Seit einiger Zeit werden auch Aufenthalte für junge Menschen aus Ländern des Globalen Südens angeboten. Aber in wie fern können diese schädlich sein?

Der Film H.O.P.E Was Here:
Wohlhabende College-Studenten aus Boston beschaeftigen sich in diesem Film mit dem Phänomen der Freiwilligendienste – auch als „FSJ“ oder Dienstreisen bekannt -, auf einer einwöchigen Reise für den guten Zweck reisen die Studenten in die Slums von Lima, Peru. Diese bildet einen Punkt der Kontroverse für sozialbewusste Millenials. Bei ihren Versuchen, Englisch zu lehren und mit behinderten Kindern zu arbeiten, müssen sich die Schüler mit der Realität ihrer Arbeit auseinandersetzen und ob diese positive Veränderungen herbeiführt. Eine neue Interpretation eines klassischen moralischen Dilemmas, H.O.P.E. Was Here befasst sich mit der Schnittstelle von Privilegien und Armut anhand der Frage, was es wirklich bedeutet, Menschen zu helfen.

Film läuft im OMU mit deutschen Untertitel.
Die Diskussion findet in Deutsch und Englisch statt.

Auf dem Podium diskutieren Expert*innen zum Themenfeld:

Camila Ardila Oviedo, Studentin des Masters Sozial- und Kulturanthropologie an der Freien Universität Berlin und Aktivistin bei der Kolumbienkampagne Berlin. Wohnt seit 10 Jahren in Deutschland und versucht sich nicht andeutschen zu lassen. Zudem, war sie für ein Forschungsaufenthalt in Brasilien im Zuge des ASA Programms (Freiwilligendienst) in 2013 und 2017.
Ihre Schwerpunkte sind Entwicklungshilfekritik, Menschenrechte, Gender und Unweltanthropologie.

Caroline Bunge ist die Stellvertretende Vorstandsvorsitzende von 14,4km e.V. und seit 2014 Teil des Teams, unter anderem als Koordinatorin für das Praktikumsprogramm in Marokko. Sie absolvierte ihr Studium der Süd- und Zentralasienwissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin. Im Jahre 2014 war sie fuer mehrere Monate als Volontärin bei einer Frauenorganisation in Agadir Lhena bei Tata/ Südmarokko tätig. Seit 2017 ist sie auch Teamassistentin in der Suchdienst-Leitstelle im DRK-Generalsekretariat.

Khaoula Behi arbeitet seit 2012 mit der tunesischen Zivilgesellschaft zusammen, um spezifisches Wissen über die Modellierung der Zivilgesellschaft und soziales Unternehmertum zu entwickeln. Als Innovationsexpertin und Forscherin arbeitet sie an verschiedenen Projekten mit verschiedenen gemeinnützigen Organisationen und Initiativen aus der MENA-Region. Ihre Arbeit zur Implementierung von Innovationssystemen konzentriert sich auf Co-Creation und Bottom-Up-Innovation zur Ermöglichung sozialer Transformation, mit Schwerpunkt auf Stärkung lokaler Gemeinschaften und Nachhaltigkeit. Sie ist außerdem Mitbegründerin von El Space, dem Hub für soziale Innovation in Tunesien, und Innovationsmanagerin von coinsence.org, einer digitalen Plattform, die Unternehmern und der Zivilgesellschaft Service und Geldwechsel ermöglicht.

Die Moderation wird von Maissa Lihedheb (Projektkoordinatorin für 14,4 km e.V., Initiatorin von Classic Minority und Drehbuchautorin) durchgeführt.

Der Eintritt ist frei, wir bitten aber um einen Solibeitrag auf Spendenbasis.

Facebook-Event

https://www.facebook.com/14Kilometer