So können Sie mitmachen!

Film "Hinter dem Meer" – Machtungleichheit und Widerstand in der Migrations- und Sicherheitspolitik zwischen EU und MENA-Region

14.08.2019 18:30 Uhr

Auch dieses Jahr schaut 14,4km mit euch Filme und lädt ein zu diskutieren! Die erfolgreiche Film- und Diskussionsreihe wird fortgesetzt. Dieses Mal wird es de:kolonial. Ab Juli sind vier Veranstaltungen geplant.

  1. Veranstaltung: 14. August 2019: „Machtungleichheit und Widerstand in der Migrations- und Sicherheitspolitik zwischen EU und MENA-Region“
    https://www.facebook.com/events/2437876696445534/ 
    diesmal nicht im Filmrauschpalast, sondern im Aquarium Am Südblock, Skalitzer Straße 6
  2. Veranstaltung: 11. September 2019: „White Saviours in Aktion? Ein kritischer Blick auf internationale Freiwilligendienste“
  3. Veranstaltung: 9. Oktober 2019: „Neokolonialismus in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen“

14,4km möchte mit der Film- und Diskussionsreihe ein differenzierteres Bild der gesellschaftlichen und politischen Realitäten in Nordafrika und dem Nahen Osten vermitteln und Besucher*innen zu einer intensiven und reflektierten Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema des Abends anregen.

In der diesjährigen Veranstaltungsreihe 14,4km de:kolonial wollen wir ein größeres Bewusstsein für die mehr oder weniger subtilen oder auch unbekannten Formen der Unterdrückung und Abhängigkeit im Verhältnis Europa-MENA (Middle East and North Africa) schaffen, bestehende Situationen kritisch analysieren und alternative Ansätze aufzeigen. In vier Veranstaltungen rund um die Themenkomplexe Rassismus/White Supremacy, Machtungleichheit und Widerstand in Migrations- und Sicherheitspolitik, White Saviourism und Neokolonialismus in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen laden wir zur Diskussion und Begegnung ein.

Konkrete Informationen zu den Filmen folgen!

2. de:kolonial Film-und Diskussionsabend: „Machtungleichheit und Widerstand in der Migrations- und Sicherheitspolitik „

Im zweiten Film- und Diskussionsabend unserer Reihe 14,4km de:kolonial wollen wir der Fragestellung nachgehen: Wie wirkt sich europäische Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik in den Ländern der MENA-Region sowie auf die hier lebenden Migrant*innen aus, und wie gehen diese damit um? Vor dem Hintergrund europäischer Migrations- und Sicherheitspolitik gegenüber der MENA-Region, Rückführungsabkommen, Remittances sowie der Definition sicherer Herkunftsstaaten soll in der Diskussion über die Situation von Migrant*innen in Europa gesprochen werden. Wie schlagen sich neo-koloniale Machtverhältnisse zwischen Europa und Ländern der MENA-Region in der europäischen Migrations- und Sicherheitspolitik nieder? Welche Konsequenzen hat dies für Migrant*innen, und wie gehen sie damit um? Welche Formen des Widerstands, welche alternativen Perspektiven und Politikansätze gibt es?

Der Film „Hinter dem Meer“ (2017, OmU, Arabisch mit deutschen Untertiteln) porträtiert vier Algerier*innen, die nach Aufenthalten in ihre Heimat zurückgekehrt sind oder abgeschoben wurden, und thematisiert sowohl das Leben von Migrant*innen in Deutschland und Frankreich als auch die Gründe für das Verlassen des Landes.
Die Foto-Ausstellung „Gefangene einer verlorenen Zeit“ spürt Gemeinsamkeiten und Unterschiede im alltäglichen Erleben von Geflüchteten und Neuankommenden sowie Alteingessesen fotografisch nach.
In der Podiumsdiskussion diskutieren Expert*innen zum Themenfeld:
Leïla Saadna, Regisseurin und Video-Künstlerin
Dr. Olaf Tietje Wissenschaftlicher Mitarbeiter im BMBF-Verbundprojekt „Willkommenskultur und Demokratie in Deutschland“ am Fachgebiet Soziologie der Diversität der Universität Kassel
Mariana Karkoutly (Kollektiv Polylog), Mitautorin des Buches „Das ist meine Geschichte. Frauen im Gespräch über Flucht und Ankommen“ (Unrast Verlag, 2019)

Moderation: Julia Baumann (Projektkoordinatorin für 14,4 km e.V., Sozial- und Kulturanthropologin und Initiatorin von „Gefangene einer verlorenen Zeit“)

Mehr dazu: http://14km.org/2019/07/dekolonial-2-aug2019/

Der Eintritt ist frei, wir bitten aber um einen Solibeitrag auf Spendenbasis.