So können Sie mitmachen!

Lesung von Peter Neumann aus seinem neuen Buch Jena 1800 und anderen Texten

26.02.2020 19:00 Uhr
Galerie Nord – Kunstverein Tiergarten
Turmstraße 75, 10551 Berlin

Im Rahmen der Ausstellung »incremental abstractions« liest Peter Neumann aus seinem neuen Buch »Jena 1800« und anderen Texten am Mittwoch, 26. Februar 2020, 19 Uhr in der Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten.

Jena 1800: Mit den Ideen der Französischen Revolution geraten nicht nur die politischen Verhältnisse in Europa ins Wanken. Eine ganze Generation von jungen Dichtern und Philosophen beschließt, die Welt neu zu denken. Die führenden Köpfe – darunter die Brüder Schlegel mit ihren Frauen, der Philosoph Schelling und der Dichter Novalis – treffen sich in der thüringischen Universitätsstadt an der Saale, um eine »Republik der freien Geister« zu errichten. Sie stellen nicht nur gesellschaftliche Traditionen in Frage, sie revolutionieren mit ihrem Blick auf das Individuum und die Natur zugleich auch unser Verständnis von Freiheit und Wirklichkeit – bis heute. Farbig und leidenschaftlich erzählt Peter Neumann von dieser ungewöhnlichen Denker­kommune, die nicht weniger vorbe­reitete als den geistigen Aufbruch in die Moderne.

»Der 31-jährige Jenaer Philosoph und Lyriker entfaltet anhand des Freundes­kreises ein rasantes und farben­sattes Intellektuellen­panorama der Zeit.«, DIE ZEIT, Buch­messen­bei­lage, Adam Soboczynski.

Peter Neumann, geboren 1987, lebt als freier Schriftsteller in Weimar und lehrt Philosophie mit Schwerpunkt Deutscher Idealismus an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.


Begleitveranstaltung zur Ausstellung Incremental Abstractions

Künstler*innen: Jaakov Blumas, Pedro Boese, Katrin Bremermann, Martim Brion, Ilona Kálnoky, Michaela Zimmer


Katrin Bremermann


Martim Brion


Ilona Kálnoky


Michaela Zimmer


Pedro Boese


JaakovBlumas

Incremental Abstractions
Die Ausstellung „Incremental Abstractions“ präsentiert zeitgenössische ungegenständliche Sicht- und Arbeitsweisen in Bildhauerei, Malerei, Grafik und Fotografie. Anhand von sechs exemplarischen Positionen aus Berlin und Hamburg werden Möglichkeiten künstlerischer Verortung im Spannungsfeld der ungegenständlichen Kunst aufgezeigt. Reflektiert wird dabei die Entwicklung ihrer Bildsprache durch die Weiterführung, Ergänzung und Verknüpfung bestimmter Traditionslinien, ihr Umgang mit dem Primat des Materials, ihr Fokus auf Farbe und Form, die Ab- und Anwesenheit der Geste und die Lesbarkeit des Prozesses, sowie Fragen nach Reduktion, Wiederholung und Serialität.

Katrin Bremermanns fein austarierte farbige Bildkörper auf ungrundierten „shaped canvases“, also Leinwänden, die die klassisch rechteckige Form aufheben, reflektieren Fragen des Bildraums und des Bildes im Raum. Sie hinterfragen subtil die Verhältnisse zwischen Figur und Grund und erzeugen dabei eine überraschende Bildräumlichkeit.

Martim Brions Skulpturen aus industriell lackierten geometrischen Formen und seine digital modellierten Fotografien der Oberflächen von Alltagsgegenständen erkunden anhand von spezifischen optischen, stofflichen und medialen Qualitäten Synergieeffekte zwischen Skulptur und Fotografie.

Durch beiläufig anmutende Handlungen und Handgriffe formt Ilona Kálnoky alltägliche und industrielle Werkstoffe zu Skulpturen. Die bildhauerischen Strategien der Stauchung, Kompression und Dehnung, die Prozesse der Veredelung, Zersetzung und des Verfalls sowie der menschliche Körper spielen bei der abgründig humorvollen Formbildung eine zentrale Rolle.

Michaela Zimmer verknüpft in ihren aus farbigen Kunststofffolien, Verpackungs- und Klebebändern sowie Leinwand geschichteten, großformatigen Arbeiten intuitive Gesten, physische Aktionen mit der visuellen Sprache der Abstraktion und der Wirkungskraft des Materials.

In den quadratisch modularen Bildgefügen von Pedro Boese stehen die Relation von Farben, die Eigenschaft der monochromen Fläche in Bezug auf Licht, die Durchlässigkeit und die Opazität des Farbauftrages im Mittelpunkt. Reduziert auf elementare Formen, variiert er die räumlichen Erscheinungen und Wirkungen von Linie, Form und Farbe.

Jaakov Blumas’ Arbeiten bestechen durch polychromatische Lineaturen, die die Wahr­nehmung der von ihnen umrissenen geo­metrischen Formen optisch in Bewegung versetzen. Angesiedelt zwischen Bildhauerei und Malerei sind ihre Konstellationen im Raum variabel, wodurch der/die Rezipient*in virtuell als Mitgestalter*innen thematisiert werden.

Die facettenreiche Ausstellung gibt einen Überblick über aktuelle Positionen ungegenständlicher Kunst, ohne bilanzieren zu wollen. Sie schließt sich jedoch an jene Konzepte zeitgenössischer Kunstproduktion an, die Farbe, Material und Geste als Gegenstand thematisieren.

Kuratiert von Pedro Boese und Veronika Witte

 

Begleitende Veranstaltungen:

Mi 12.2., 19 Uhr
Künstler*innen­gespräch
mit Dr. Jens-Ole Rey

Mi 26.2., 19 Uhr

Lesung
von Peter Neumann aus seinem neuen Buch Jena 1800 und anderen Texten

Do 5.3., 19 Uhr

moving abstractions
Filmabend, kuratiert von Klaus W. Eisenlohr/Directors Lounge

 

Incremental Abstractions
24. Januar 2020 – 7. März 2020

Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten, Turmstraße 75, 10551 Berlin
Öffnungszeiten: Di – Sa, 12 – 19 Uhr
http://website.kunstverein-tiergarten.de/archiv/ausstellung/incremental-abstractions/