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Gedenken am Hussam Fadl

15.03.2019 15:00 Uhr

Gedenken an Hussam Fadl

anlässlich des internationalen Tages gegen Polizeigewalt

Gedenken – Solidarität – Protest

Kruppstraße 16, 10557 Berlin

Für den im September vor der Geflüchtetenunterkunft an diesem Ort von der Polizei von hinten erschossenen Familienvater soll eine Gedenktafel eingeweiht werden. Anschließend Kundgebung mit Live-Musik.

Aufruf des Veranstalters KOP, Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt

Hintergrund über die Tötung von Hussam Fadl

Am 27. September 2016 schoss die Polizei Hussam Fadl im Verlauf eines Polizeieinsatzes bei einer Geflüchtetenunterkunft in der Kruppstraße in Moabit in den Rücken. Am selben Tag starb Hussam Fadl an seinen Verletzungen im Krankenhaus. Die genauen Umstände, die zu den Schüssen führten, sind unklar. Hussam Fadl war laut Zeug*innen unbewaffnet; ein Messer, das die Polizisten bei ihm gesehen haben wollte, trägt nicht seine Fingerabdrücke.
Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen gegen die betreffenden Polizeibeamten endgültig im September 2017 ein – mit dem Verweis auf Notwehr und Nothilfe. Dies kommt einem Freispruch gleich. Nur dem Kampf von Hussam Fadls Witwe, Zaman Gate, und ihren Unterstützer*innen ist es zu verdanken, dass das Berliner Kammergericht diese Einstellungsbescheide aufhob; die Ermittlungen wurden wieder aufgenommen.
Hussam Fadl war mit seiner Familie 2014 aus dem Irak geflüchtet. Er war zu seinem Todeszeitpunkt 29 Jahre alt und hinterlässt eine Frau und drei Kinder.

Deutschlandfunk Kultur: Beitrag von 2018