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Aus den Ordnern ins Internet

Die ersten Schritte sind getan, doch es bleibt noch viel zu tun.

Das Archiv des B-Ladens dokumentiert die Entwicklung der Lehrter Straße und der näheren Umgebung. Zukünftig sollen wichtige Teile online der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Die ersten Schritte sind getan, doch es bleibt noch viel zu tun.

Unzählige Regale füllen die Wände. Reihe für Reihe stehen die Ordner nebeneinander, prall gefüllt mit Informationen über Moabit. Ganz gleich ob Artikel, Berichte, Schriftverkehr zur Stadtplanung, zur Bezirkspolitik, zur Geschichte Moabits bis hin zu Informationen über Sozialberatungen. Zusammengetragen haben das umfangreiche Material die Mitstreitenden des B-Ladens in der Lehrter Straße. Seit über 30 Jahren beraten und informieren die Beteiligten Anwohnende zu Fragen des Wohnens sowie zu Fragen der Stadt- bzw. Quartiersentwicklung in Moabit. Mit dem Archiv besitzt der B-Laden einen Schatz, den es nun zu heben gilt. Im Rahmen des QM-Projektes „Kiezwissen aus dem B-Laden archivieren, digitalisieren und publizieren“ wird in Kooperation mit dem Verein Miomaxito das Archiv aufbereitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Doch jeder, der seinen Kleiderschrank oder das eigene Arbeitszimmer einmal ausgemistet hat, weiß wie lange das dauern kann. Von einigen Stücken trennt man sich schnell, mache werden für alle Fälle noch aufgehoben und andere will man unbedingt behalten.

„Angefangen haben wir mit der Stadtteilzeitung „Blickwinkel“, die ab 1990 vom Moabiter Ratschlag herausgegeben wurde“, sagt Susanne Torka. Wichtige Artikel zur Lehrter Straße und Umgebung wurden herausgesucht und mit Stichworten für die spätere schnelle Suche versehen. Auch die Protokolle des Betroffenenrats Lehrter Straße sind bereits eingescannt und verschlagwortet. Danach folgen Artikel aus Berliner und überregionalen Zeitungen. Durch das Projekt hat das Team vom B-Laden Unterstützung beim Einscannen der Dokumente, beim Nummerieren und Katalogisieren sowie Einpflegen in eine Datenbank. Rund 2000 Stichworte sind bisher aus den Artikeln für die spätere Suchfunktion generiert worden. Nun geht es darum, die wichtigsten Begriffe für die weiteren Schritte herauszufiltern, beispielsweise spätere Kategorien der Webseite. Geeignet sind Themen wie z.B. Verkehr, Personen und Orte. Ähnlich wie bei den Stichworten werden parallel über hundert Ordner gesichtet, um die relevanten Materialien für die Aufbereitung des Archivs zu sammeln und unwichtige Dokumente auszusortieren. Die Teilnahme an einem Seminar „Archive für Einsteiger“, der Austausch mit Archivaren und die Zusammenarbeit mit dem Museum Digital und dem Mitte Museum zählen zu den Maßnahmen, die das Projekt vorantreiben. „Das ist eine wichtige Hilfe, auf der wir aufbauen können“, sagt Jürgen Schwenzel.

Zu den weiteren Schritten zählt auch die Klärung der Nutzungsrechte von Artikeln und Fotos bei den entsprechenden Medienhäusern und Verlagen. Für das Archiv wünscht sich das Team noch Informationen, von Leuten, die zwischen den 1960er bis 1980er in Moabit aktiv waren oder Material von Bürgerinitiativen gesammelt haben. Auch Fotos sind sehr willkommen. Speziell werden Ausgaben der früheren Stadtteilzeitung „Moabiter Times“ gesucht.

Gastautorin (Text und Fotos): Katja Gartz 
Zuerst erschienen auf der Webseite des Quartiersmanagements Moabit-Ost: https://www.moabit-ost.de/vorlagen/aktuelles/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1352&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=90436cd361516ed4f9d753c5da7dcd21

2 Kommentare auf "Aus den Ordnern ins Internet"

  1. 1
    H. E. says:

    Na, dann habt ihr ja zu tun! Ich wünsche ein gutes Gelingen!
    Ich sammel nur Artikel aus dem Tagesspiegel zu den Themen Berliner Baupolitik, Stadtentwicklung, Bauvorhaben und Verkehr. Allein da stapeln sich die Artikel schon manchmal und je länger man wartet und je höher der Stapel wird, um so schwerer fällt das Einsortieren …

  2. 2
    Rané says:

    Dazu wünsche ich viel Erfolg ! Kenne das, denn ich suche auch selbst noch in meinem Archiv nach Fotos und Videos der Verstorbenen Kostas (Terzomondo), Alwin (Künstlerkolonie) und Klaus Lindemann (u.a. Feature RBB)

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